Alles Gute zum Abschied
Alles Gute zum Abschied
Schon bevor die Coronakrise eskaliert ist, war viel die Rede von den Widrigkeiten im Marktumfeld von Banken. Ein Lied davon singen kann die Deutsche Bank bzw. deren Aktionäre, denen im vergangenen Jahr zum fünften Mal in Folge ein Fehlbetrag zugerechnet wurde, diesmal von 5,7 Mrd. Euro. Das Diktum des Chefs einer europäischen Großbank, der im persönlichen Gespräch postuliert hat, heutzutage werde man im Banking nicht mehr reich, wird der Situation dennoch nicht ganz gerecht. Zum einen sind da knapp 600 Angestellte der Deutschen Bank, die auch im vergangenen Jahr jeweils mehr als 1 Mill. Euro verdient haben. Und zum anderen sind da die jeweils zweistelligen Millionenbeträge, welche den drei Ex-Deutsche-Bank-Vorstandsmitgliedern Sylvie Matherat, Garth Ritchie sowie Frank Strauß 2019 an Vergütung und Zahlungen zum Abschied zuerkannt worden sind. Wie immer im Bankwesen gilt es also, sorgsam zu differenzieren, wie der Geschäftsbericht zeigt. Es gilt daher: Reich wird vielleicht nicht mehr, wer zu einer Bank geht, sehr wohl aber, wer die Deutsche Bank als Vorstandsmitglied verlässt. bn