Allianz erwägt Portfolioverkauf
Allianz erwägt Portfolioverkauf
Bloomberg London/Mailand – Die Versicherer Allianz und Generali erwägen, sich von Lebenversicherungsbeständen im Volumen von Milliarden von Euro zu trennen. Die Allianz plant informierten Kreisen zufolge, im Leben-Bereich Vermögenswerte von bis zu 9 Mrd. Euro abzustoßen, unter anderem in Italien. Wie zu hören war, wurde die Investmentbank Morgan Stanley mit der Durchsicht des Portfolios betraut.Die Münchener hatten ihr europäisches Lebensversicherungsgeschäft einer Überprüfung unterzogen. Ein potenzieller Verkauf könnte der Allianz rund 500 Mill. Euro in die Kasse spülen, wie mit den Plänen vertraute Personen berichteten. Eine Veräußerung könnte der Allianz helfen, inmitten der Coronakrise regulatorisches Kapital freizusetzen.Die italienische Generali will informierten Kreisen zufolge den Verkauf eines französischen Lebensversicherungs-Portfolios vorantreiben. Dem Konzern aus Triest steht das Beratungshaus Fenchurch Advisory zur Seite. Kommt es zu einem Verkauf, könnte dieser 1 Mrd. bis 2 Mrd. Euro einspielen, war zu hören.Das Geschäft mit der Zeichnung von Lebensversicherungs-Policen ist kapitalintensiv und hat bereits Akteure wie die Axa bewogen, Pakete alter Verträge abzustoßen. Endgültige Entscheidungen sind weder bei der Allianz noch bei Generali gefallen. Sprecher beider Konzerne lehnten Kommentare ebenso ab wie Vertreter von Morgan Stanley und Fenchurch.