HAUPTVERSAMMLUNG UND ZAHLEN DER ALLIANZ

Allianz startet schwungvoll ins Jahr

Operatives Ergebnis steigt stark im ersten Quartal - Prognose bleibt bestehen

Allianz startet schwungvoll ins Jahr

mic München – Die Allianz ist mit einem Sprung des operativen Gewinns in das neue Jahr gestartet. Im ersten Quartal sei das Ergebnis um 9,4 % auf 2,9 Mrd. Euro gestiegen, teilte der Versicherer am Rande der Hauptversammlung bei Bekanntgabe von Eckzahlen mit. “Wir hatten einen guten Start in das Jahr 2017”, bilanzierte Vorstandsvorsitzender Oliver Bäte: “Darauf sind wir ganz besonders stolz.” Man dürfe das Ergebnis aber nicht einfach mit 4 multiplizieren, um ein Gesamtjahresergebnis zu prognostizieren. Die Münchner bekräftigten ihr Ziel, operativ 10,8 Mrd. Euro plus/minus 0,5 Mrd. Euro im Gesamtjahr zu erreichen.Details zum Geschäftsverlauf nannte der Versicherer nicht – sie sollen wie angekündigt am 12. Mai veröffentlicht werden. Die Allianz erklärte lediglich, in der Schaden- und Unfallversicherung sei die Schaden-Kosten-Quote um 2,3 Prozentpunkte auf 95,6 % gestiegen. Im Wesentlichen sei dies auf Großschäden und Schäden aus Naturkatastrophen zurückzuführen, hieß es. Im Jahr 2018 sollen 94 % abgeliefert werden. Die Lebens- und Krankenversicherung dagegen hat eine ihrer Zielgrößen 2018 im ersten Quartal schon erreicht. Die Neugeschäftsmarge, die dann 3 % betragen soll, kletterte von Januar bis März auf 3,1 (im Vorjahr 2,6) %. Die Nettomittelzuflüsse im Assetmanagement nannte die Allianz zwar nicht, aber Bäte sagte, der Zufluss habe sich fortgesetzt. Das für Dritte verwaltete Vermögen stieg von 1,36 auf 1,40 Bill. Euro.Der Überschuss des Konzerns allerdings sank um 15 % auf 1,8 Mrd. Euro. Der Rückgang sei hauptsächlich auf einmalige Gewinne aus der Veräußerung von Finanzbeteiligungen vor einem Jahr zurückzuführen, erläuterte der Konzern. Aktie auf Niveau von 2007Nach dem Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2016 erhöhte die Allianz im ersten Quartal die Erlöse um 2,5 % auf 36,2 Mrd. Euro. Die Treiber wurden nicht genannt. Angaben zur Solvabilitätsquote lägen noch nicht vor, ergänzte Bäte. Die Bilanz sei jedoch stark gewesen, fügte er hinzu. Die Vorjahreszahlen im Konzern seien aufgrund von Rechnungslegungsänderungen angepasst worden, erklärte die Allianz. Es soll sich um leichte Änderungen handeln.Der Aktienmarkt nahm die Eckzahlen des ersten Quartals gelassen auf. In einem stagnierenden Markt stieg das Allianz-Papier um 0,1 % auf 176,35 Euro. Damit stehen die Münchner kurz davor, das bisherige Hoch nach den Rekordständen der Jahre 1998 bis 2002 zu knacken. Es stammt vom 20. Juni 2007 und liegt bei 178,64 Euro. Trotz des im Jahr 2017 deutlich gestiegenen Kurses erteilte Finanzvorstand Dieter Wemmer einem Aktiensplit eine Absage.Für erheblichen Rückenwind sorgte zuletzt der Aktienrückkauf. Die Allianz hatte im Februar angekündigt, in den folgenden zwölf Monaten rund 4 % des Grundkapitals zurückzukaufen und einzuziehen. Wemmer erklärte, bisher seien 1,4 % des Grundkapitals erworben worden. Der Bestand der eigenen Aktien betrage 8,3 Millionen Stück. Daniela Bergdolt von der Aktionärsvereinigung DSW sagte, sie sei nicht wirklich ein Freund von Aktienrückkaufprogrammen. Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Union Investment sagte, er bevorzuge Bardividenden gegenüber Aktienrückkäufen.