AllianzGI übernimmt Researchkosten durch Mifid II
AllianzGI übernimmt Researchkosten durch Mifid II
sto Frankfurt – Im Gegensatz zur DekaBank und zur Union Investment will Allianz Global Investors im Zuge von Mifid II die Kosten für Analysematerial von Dritten nicht den Kunden anlasten. Dies teilte die Fondstochter der Allianz am Dienstag mit. Für alle Fonds und Kundenmandate werden die Kosten für das Broker-Research auf die eigene Rechnung genommen, hieß es.”Für AllianzGI ist dies die naheliegende Lösung, weil wir ohnehin auf ein starkes hausinternes Researchteam setzen und den größeren Teil der Analysen selbst erstellen”, so Tobias Pross, Head of EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika). Intensives Research sei ein elementarer Teil eines aktiven Managers. “Diese Kosten tragen wir seit jeher in unserer G & V-Rechnung.”Durch das Regelwerk Mifid II müssen Broker, Banken und Wertpapierhandelshäuser die Kosten für Research ab kommendem Jahr in Rechnung stellen und nicht mehr als Gegenleistung für Handelsaufträge verbuchen. Während britische und US-Fondsanbieter die Kosten auf die eigene Kappe nehmen, hatten Deka und Union angekündigt, diese als Gebühren an die Kunden weiterzureichen (vgl. BZ vom 29. August). Für diese Lösung haben sich auch französische Adressen wie Amundi und Carmignac entschieden.