Axa bringt US-Geschäft an die Börse
Axa bringt US-Geschäft an die Börse
wü Paris – Gleich mehrere Ankündigungen von Axa haben am Mittwoch schwache Quartalszahlen des französischen Versicherers in den Hintergrund treten lassen. Der Allianz-Konkurrent kündigte an, im ersten Halbjahr 2018 einen Teil seiner US-amerikanischen Aktivitäten in New York an die Börse zu bringen und dafür vorher sein Geschäft mit Lebensversicherungs- und Sparprodukten mit seiner Beteiligung an dem Assetmanager AllianceBernstein zusammenzulegen.Zudem will Axa ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 900 Mill. Euro, gemessen am Schlusskurs vom Dienstag, starten und überdies eine neue Einheit für Innovationen sowie neue Geschäftsmodelle gründen. Die Erlöse des IPO der US-Aktivitäten will Axa-Chef Thomas Buberl in strategische Geschäftsbereiche investieren. Dabei gehe es auch um Zukäufe, sagte er. Laut den Analysten von Barclays könnte der geplante Börsengang Spekulationen neue Nahrung geben, denen zufolge Buberl damit eine Art Kriegskasse für größere Übernahmen anlegen will. Axa wollte sich nicht zur möglichen Bewertung des US-Geschäfts äußern. Medienberichten zufolge kommt es auf einen Buchwert von 14 Mrd. bis 15 Mrd. Dollar. Der Versicherer hat in den USA mehr als 2,5 Millionen Kunden und hält 64 % am Assetmanager AllianceBernstein, der zuletzt ein Vermögen von 504 Mrd. Dollar verwaltete. Axa hat die Führungsebene von AllianceBernstein erst Ende April überraschend umgebaut.Im ersten Quartal sind die Einnahmen des Versicherers von 31,8 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum auf 31,6 Mrd. Euro zurückgegangen und haben damit die Erwartungen im Markt verfehlt. Während die Geschäfte der Lebensversicherungssparte mau liefen, verbesserten sich die Einnahmen im Assetmanagement und im Schadengeschäft. Die Solvenzquote gab von 197 % im Dezember bis Ende März auf 196 % nach. Buberl bestätigte die Ziele für den Zeitraum bis 2020. So will Axa das operative Ergebnis je Aktie pro Jahr im Schnitt um 3 % bis 7 % steigern, eine Solvenzquote von 170 % bis 230 % sowie eine Eigenkapitalrendite von 12 % bis 14 % erzielen.—– Nebenstehender Kommentar- Bericht Seite 3