BayernLB als politisches Asset
BayernLB als politisches Asset
Das Lob klingt überzeugend: immense Altlasten beseitigt und die Neuausrichtung konsequent vorangetrieben. Ja, es geht um die BayernLB. Aber nicht um den Vorstand mit Johannes-Jörg Riegler an der Spitze, der in der Münchner Staatsbank aufgeräumt hat. Empfänger der anerkennenden Worte ist Markus Söder, der neue Ministerpräsident Bayerns. Ausgesprochen hat sie Albert Füracker, der Parteifreund und Nachfolger des CSU-Politikers als bayerischer Finanzminister. In der ersten Pressemitteilung im neuen Amt konnte sich Füracker “für die gute Arbeit meines Vorgängers bedanken” – und gleich auch für seine Ernennung zum Minister. Den Vorstand erwähnt er nicht einmal. Riegler und seine Mannschaft werden es gelassen zur Kenntnis nehmen. Sie wissen genau, wer die Sanierungsarbeit geleistet hat und wer sich damit schmückt. Die Bayerische Landesbank ist und bleibt nun mal ein politisches Thema. Aus dem Schandfleck wurde eine solide Bank, die wieder eine Dividende ausschüttet. Im modernen Wirtschaftsdeutsch formuliert: Die BayernLB ist ein echtes Asset für die CSU im Landtagswahlkampf 2018. jh