Belastende Risiken
Belastende Risiken
Man müsse sich gegen das schützen, was heute das vielleicht größte Risiko für Banken sei, gab Société-Générale-Chef Frédéric Oudéa zu. Es war die einzige Anspielung auf die Rechtsstreitigkeiten der Bank mit US-Behörden, die Oudéa während der Vorstellung des neuen Strategieplans machte. Mit ihm hofft er, das Vertrauen von Investoren zurückgewinnen zu können, die durch die Rechtsstreitigkeiten verunsichert sind. Dabei geht es um Geschäfte mit dem libyschen Investmentfonds LIA sowie um Referenzzinsen. In einem dritten Fall, der jedoch im Gegensatz zu den beiden anderen nicht schon in den kommen Monaten beigelegt werden könnte, geht es um mögliche Embargo-Verstöße. Société Générale musste für die Rechtsstreitigkeiten im dritten Quartal erneut Rückstellungen bilden, so dass sich die Gesamtrückstellungen mittlerweile auf 2,2 Mrd. Euro belaufen. Investoren, die Dienstag auf Details zu den Verfahren wie die erwarteten Kosten gehofft hatten, wurden jedoch enttäuscht. Das könnte den Kurs der zweitgrößten französischen Bank so lange belasten, bis die Streitigkeiten beigelegt sind.wü