Berlin Hyp hebt Gewinnerwartung deutlich an

Zudem umfangreiche Reservendotierung

Berlin Hyp hebt Gewinnerwartung deutlich an

ge Berlin – Trotz eines unverändert scharfen Wettbewerbs in der gewerblichen Immobilienfinanzierung und sinkender Neugeschäftsmargen hebt die Berlin Hyp ihre Gewinnprognose für das auslaufende Jahr deutlich an. Wollte die Sparkassen-Tochter zu Jahresbeginn das 2016er Ergebnis leicht übertreffen, wird jetzt ein deutliches Plus angepeilt – da das Vorjahresergebnis bereits nach neun Monaten gerissen wurde.Dabei betonen die Berliner, den höheren Gewinn nicht auf Kosten der Vorsorge abführen zu wollen. Wie zuvor wurden die § 340 g-HGB-Reserven bis dato mit 30 Mill. Euro dotiert, womit der Fonds für allgemeine Bankrisiken nun 183 Mill. Euro umfasst. Mit einem ähnlichen Betrag wurde die § 340 f-HGB-Vorsorge gestärkt.Obwohl das Gesamtvolumen des gemeinsamen Sparkassen-Geschäfts per Ende September mit 844 Mill. Euro um gut ein Viertel unter Vorjahr lag, gehe die Integration in die S-Finanzgruppe voran, beteuert die Schwester der Berliner Sparkasse. Durch gemeinsame Finanzierungen sei die Hyp Partner von mittlerweile 114 Sparkassen. Zudem hätten sich 94 Institute aus allen Verbandsgebieten an Finanzierungen der Hyp über einen Immo-Schuldschein beteiligt, dem in den nächsten Wochen ein zweites mit Immobilien besichertes Papier folgen soll. “Die Vernetzung innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe konnte somit weiter positiv ausgebaut werden”, versichert der Vorstand im Neunmonatsbericht.Besonders freut Vorstandschef Sascha Klaus, dass trotz der Devise “Qualität kommt vor Quantität” das Neugeschäftsvolumen über die eigenen Erwartungen ausgeweitet werden konnte. Den gleichzeitig höheren Zins- und Provisionsüberschuss führt die Bank hauptsächlich auf niedrigere Refinanzierungsaufwendungen zurück. Hierbei profiliert sich die Hyp zunehmend als grüner Vorreiter. So seien die Berliner nach der Begebung einer weiteren grünen Senior-Unsecured-Anleihe im Oktober mit nunmehr vier ausstehenden Green Bonds im Benchmark-Format der größte europäische Emittent aus der Gruppe der Geschäftsbanken, wird beteuert.