"Bessere Ergebnisse"
"Bessere Ergebnisse"
Franklin Templeton kommt mit selbst entwickelten passiven Produkten auf den deutschen Markt. Der Chef der globalen ETF erklärt warum.- Herr O’Connor, warum begibt Franklin Templeton als aktiver Fondsmanager ETF?Unsere Kunden haben nach ETF von uns gefragt. Daher haben wir innerhalb von drei Jahren eine globale ETF-Strategie mit Produkten, die echten Mehrwert bieten und eine Ergänzung zu unseren aktiven Fonds darstellen, entwickelt.- Warum gehen Sie mit Smart-Beta-ETF auf den deutschen Markt?Smart Beta ist ein relativ neuer und schnell wachsender Markt, in dem wir unsere Kompetenz aufzeigen können. Unsere Smart-Beta-Produkte sind so konzipiert, dass Investoren mit ihnen attraktive risikoadjustierte Erträge bei einer niedrigen Volatilität erreichen können.- Welchen Stellenwert hat der deutsche Markt für Sie?Einen sehr hohen. Daher starten wir nach den USA und Kanada jetzt auch mit vier ETF in Deutschland.- Welche Spezifika haben Ihre ETF?Sie sind ausgerichtet auf langfristig orientierte Buy-and-Hold-Investoren. Wir verwenden ausschließlich die physische Abbildung. Und wir haben die Indizes für unsere ETF selbst entwickelt und setzen dabei auf ein Multi-Faktor-Modell.- Warum setzen Sie auf eigene Entwicklungen?Unser Ansatz war es, Produkte mit bestimmten Spezifika zu schaffen, die für Franklin Templeton passen. Daher haben wir in den vergangenen Jahren ein quantitatives Team mit breiter Erfahrung bei passiven Produkten aufgebaut. Es besteht zurzeit aus sieben Personen.- Gibt es Beschränkungen für die Gewichte einzelner Aktien?Ja, je nach ETF beträgt der Anteil einer Aktie nicht mehr als 1 %, 2 % oder 3 %. Durch diese Kappungsgrenze bei den Indizes erreichen wir breit diversifizierte ETF.- Die Fees in der ETF-Industrie werden immer niedriger. Wie hoch sind Ihre Gebühren?Zwei Smart-Beta-ETF weisen Fees von 25 Basispunkten im Jahr auf. Die beiden anderen liegen bei 40 und 45 Basispunkten im Jahr. Mit diesen niedrigen Gebühren sind wir absolut konkurrenzfähig.- Warum favorisieren Sie nicht einen Faktor, sondern haben für Ihre ETF einen Multi-Faktor-Ansatz gewählt?Einzelne Faktoren weisen, mitunter abhängig von der konjunkturellen Entwicklung, im Zeitablauf starke Performanceschwankungen auf. Zum einen ist es schwierig zu sagen, welcher Faktor demnächst in der Gunst der Anleger stehen wird. Zum anderen kann das Auf und Ab einzelner Faktoren Anleger zum Kauf veranlassen, so dass sie die Performance beim Wiedereinstieg verpassen.- Und beim Multi-Faktor-Ansatz …… haben Sie ein über mehrere Faktoren diversifiziertes Portfolio. Ein Timing der Faktoren muss hier nicht unbedingt angestrebt werden.- Warum übergewichten Sie die Faktoren Qualität und Value?Weil wir glauben, damit bessere Ergebnisse zu erreichen. Faktorgewichtungen sollten auf einer wirtschaftlichen Logik basieren, die am besten durch Qualität und Value dargestellt werden kann. —-Das Interview führte Werner Rüppel.