BlackRock schultert Research-Kosten

Börsen-Zeitung, 15.9.2017 bn Frankfurt - BlackRock wird die Kosten von Research nach Inkrafttreten des Regelwerks Mifid II selbst tragen und nicht an ihre Kunden weiterreichen. Dies hat der weltgrößte Vermögensverwalter am Donnerstag angekündigt. Ab...

BlackRock schultert Research-Kosten

bn Frankfurt – BlackRock wird die Kosten von Research nach Inkrafttreten des Regelwerks Mifid II selbst tragen und nicht an ihre Kunden weiterreichen. Dies hat der weltgrößte Vermögensverwalter am Donnerstag angekündigt. Ab Januar 2018 werde BlackRock für jegliche externen Kosten aufkommen, welche Fonds und Kunden durch Mifid II entstehen, hieß es in einer Mitteilung. Den Angaben zufolge will die Gesellschaft nun ihre internen Research-Kapazitäten ausbauen und zugleich sicherstellen, dass “unsere Teams Zugang zu externem Research, das Mehrwert bringt, behalten”.BlackRock reiht sich mit dieser Ankündigung in eine wachsende Schar von Assetmanagern ein, die ähnlich verfahren wollen. Tags zuvor hatte die Deutsche Asset Management erklärt, Kosten für Analysen durch Drittanbieter künftig selbst zu tragen, davor bereits Allianz Global Investors, Franklin Templeton, Vanguard, J.P. Morgan Asset Management, Jupiter, Unigestion, Robeco sowie Aberdeen Standard Investments. Die Fondsanbieter von Sparkassen und Kreditgenossen, DekaBank und Union Investment, sowie Amundi wollen die Kosten für externes Research dagegen künftig den Fonds zuordnen.Die im Januar in Kraft tretende EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II sieht vor, dass Anbieter von Research ihre Analysen Fondsanbietern nicht mehr wie bislang häufig im Gegenzug für Handelsaufträge bereitstellen, sondern separat in Rechnung stellen.