BNP Paribas erhält Geldstrafe

Börsen-Zeitung, 26.5.2017 dpa-afx New York - BNP Paribas ist in den USA wegen dubioser Praktiken im Devisenhandel zur Rechenschaft gezogen worden. Das Geldhaus zahle wegen Regelverstößen von Währungshändlern eine Strafe von 350 Mill. Dollar (310...

BNP Paribas erhält Geldstrafe

dpa-afx New York – BNP Paribas ist in den USA wegen dubioser Praktiken im Devisenhandel zur Rechenschaft gezogen worden. Das Geldhaus zahle wegen Regelverstößen von Währungshändlern eine Strafe von 350 Mill. Dollar (310 Mill. Euro), teilte die New Yorker Finanzaufsicht State Department of Financial Services (DFS) mit. Es gehe um erhebliche Verstöße gegen Bankenrecht, die sich über einen langen Zeitraum hingezogen hätten.Die Ermittlungen hätten ergeben, dass mindestens ein Dutzend Händler von BNP Paribas in New York und anderen Finanzzentren wie London und Tokio von 2007 bis 2013 an illegalen Absprachen zur Manipulation von Devisenpreisen und Referenzwerten, an denen sich die Finanzmärkte orientieren, beteiligt gewesen seien. Unter anderem seien Wechselkurse durch Scheingeschäfte beeinflusst und vertrauliche Informationen an Händler anderer großer Banken weitergegeben worden.Die Anleger an den Währungsmärkten verließen sich auf einen transparenten und fairen Handel für alle Teilnehmer gleichermaßen, erklärt das DFS. “Die Bank hat jedoch wenig bis gar keine Achtsamkeit bei der Aufsicht ihres Währungshandelsgeschäfts gezeigt, so dass BNP-Händler die Gesetze New Yorks verletzen und im Laufe der Jahre wiederholt das Vertrauen ihrer Kunden missbrauchen konnten.” Einige der beschuldigten Mitarbeiter seien mittlerweile entlassen worden.BNP Paribas bestätigte in einer Mitteilung, die Strafe zu akzeptieren. Die US-Behörden haben auch andere Banken wie Barclays, Citigroup oder J.P. Morgan wegen ähnlicher Vorwürfe zu hohen Strafen verdonnert.