Commerzbank digitalisiert Firmenkundenaktivitäten
Commerzbank digitalisiert Firmenkundenaktivitäten
bn Frankfurt – Die Commerzbank digitalisiert den Beratungsprozess und die Betriebsmittelkreditvergabe im Firmenkundengeschäft. Mit dem neuen Angebot der Bank können Kunden selbstständig den kompletten Beratungsprozess für ausgewählte Produkte des Managements von Zins- und Währungsrisiken sowie im Anlagemanagement durchlaufen, wie die Bank mitteilt. Der Prozess erfülle alle regulatorischen Vorgaben, betonte Gernot Kleckner, Bereichsleiter Corporate Sales, in einem Pressegespräch am Donnerstag. An dessen Ende stehe “das automatisch erstellte Beratungsprotokoll als Download zur Verfügung”.Das bereits vor zwei Monaten ohne Aufhebens eingeführte Angebot erstreckt sich den Angaben zufolge bislang über 120 Produktvarianten. Längst nicht in jedem Fall aber findet auch der Abschluss digital statt. So müssen Kunden etwa im Fall von Kontokorrentkrediten die unterschriebenen Vertragsunterlagen letztlich noch einschicken, nachdem sie auf dem Firmenkundenportal online zunächst ein indikatives sowie binnen 24 Stunden ein endgültiges Angebot erhalten haben. Ab April aber werde eine Autorisierung des Kreditvertrages per Foto-Transaktionsnummer möglich sein, kündigte Dominik Steinkühler, Bereichsleiter Digital Transformation im Firmenkundengeschäft der Bank, an. Das Institut wolle das Angebot ausweiten. Konzipiert hat es das Angebot eigenen Angaben zufolge für kleinere Firmenkunden mit einem Jahresumsatz zwischen 50 Mill. und 150 Mill. Euro. Die Nutzerzahl steige rapide. Bei einzelnen Produktvarianten betrage der Anteil digital abgeschlossener Geschäfte bereits 40 %. Derzeit sind 35 000 Firmenkunden, gut ein Drittel, auf dem Firmenkundenportal der Bank präsent. Die Deutsche Bank erklärt zum Vorstoß der Commerzbank auf Anfrage, sie gehe andere Wege. “Das Zins- und Währungsmanagement sollte zugeschnitten sein auf die jeweilige Situation des einzelnen Kunden”, sagt Christian Mielke, Leiter Spezialberatung Zins- und Währungsmanagement. Daher sei es wichtig, “dass der Kunde persönlich und individuell beraten wird”. Nichtsdestotrotz überlege auch die Deutsche Bank bei standardisierten Themen wie der Währungskonvertierung, digitale Angebote in ihr Angebot aufzunehmen. Zudem gebe es bei der Deutschen Bank schon seit über einem Jahr den “Geschäftskredit Online”, bei dem Kunden und auch Nichtkunden bis zu 50 000 Euro Barmittellinien oder Investitionskredite online binnen 24 Stunden abschließen könnten. Diese Grenze solle sukzessive ausgebaut werden.