Das Modell Finanzpunkt macht Schule
Das Modell Finanzpunkt macht Schule
fir Frankfurt – Die Zusammenlegung von Filialen der Frankfurter Volksbank und der Taunus Sparkasse kommt trotz Coronakrise schneller voran als gedacht. Bis zum Beginn der hessischen Sommerferien am 6. Juli seien 16 der 26 Finanzpunkte aktiv, hieß es anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Taunus Sparkasse am Mittwoch. “Nach aktueller Planung wird der Aus- und Umbau Ende dieses Jahres vollständig abgeschlossen sein – ein Jahr früher als ursprünglich vorgesehen”, teilte sie mit. Beim Umbau der Filialen hat sich demnach Routine eingestellt.Im September hatten die beiden Institute angekündigt, rund 50 Standorte unter dem Namen Finanzpunkt zusammenzulegen und mit dem einzigartigen Vorstoß bundesweit Aufsehen erregt. Die gemeinsamen Filialen würden von den Kunden häufiger angesteuert als erwartet, hieß es nun.Und das Modell mache Schule. So haben die Sparkasse Oberpfalz Nord und die Raiffeisenbank Oberpfalz Nordwest ebenfalls gemeinsame Finanzpunkte eröffnet. Darüber hinaus gebe es immer mehr vergleichbare Modelle, allerdings unter anderem Namen und Logo. So betrieben die Sparkasse Darmstadt und die Volksbank Darmstadt-Südhessen zusammen sieben Standorte (vgl. BZ vom 23. Januar). Weitere vergleichbare Vorhaben seien in Norddeutschland möglich, berichtete die Taunus Sparkasse. Offenbar zeigen sich die Sparkasse Mittelholstein und die Dithmarscher Volks- und Raiffeisenbank interessiert.Dass ihr Betriebsergebnis vor Bewertung im vergangenen Jahr um fast 9 % auf 42,8 Mill. Euro schrumpfte, war bei leicht gestiegenen Kosten vor allem darauf zurückzuführen, dass der Zinsüberschuss um 1,8 Mill. Euro und der Provisionsüberschuss um 1,5 Mill. Euro zurückgingen. Letzteres sei vorwiegend deutlich gestiegenen Provisionszahlungen für Vermittler im Geschäft mit privaten Immobilienfinanzierungen geschuldet, erklärte die Sparkasse. Die direkten Regulierungskosten von insgesamt 5,6 Mill. Euro lagen wegen Bankenabgabe und höherer Dotierung für den Fonds des Sparkassensicherungssystems um 1 Mill. Euro höher als 2018. Vom Gewinn führte die Sparkasse 21,6 Mill. Euro dem Kernkapital zu und weitere 7,4 Mill. Euro den stillen Reserven. Eine Prognose für das laufende Jahr wagte Vorstandschef Oliver Klink angesichts der coronabedingten Unsicherheit nicht. “Wir steuern auf Sicht.”