DekaBank kommt allmählich in Jubiläumsstimmung

Rechtzeitig zum 100-jährigen Bestehen liegt ein Absatzrekord in Reichweite - Anreize zur Förderung des Wertpapiersparens gefordert

DekaBank kommt allmählich in Jubiläumsstimmung

ski Frankfurt – Fonds- und Zertifikateabsatz auf dem Weg zum Rekord, das wirtschaftliche Ergebnis als entscheidende Steuerungs- und Erfolgsgröße zweistellig gesteigert: Die DekaBank bringt sich und ihre Stakeholder langsam, aber sicher in Jubiläumsstimmung. Am 1. Februar 2018 wird das Wertpapierhaus der Sparkassen 100 Jahre alt. Dem Zwischenbericht zufolge legte die Nettovertriebsleistung in den ersten neun Monaten um fast 60 % auf 20,7 Mrd. Euro zu, womit sich das Wachstumstempo seit der Jahresmitte sogar noch deutlich erhöht hat.Die bisherige Bestmarke für ein Gesamtjahr von 22,9 Mrd. Euro anno 2000 – damals allerdings noch auf anderer Berechnungsbasis und ohne das erst 2013 aufgenommene Geschäft mit Retailzertifikaten – ist mithin schon nach drei Quartalen in Reichweite.Im institutionellen Geschäft stieg der Nettoabsatz überproportional um 73 % auf 11,6 Mrd. Euro, im Retailgeschäft mit Sparkassenkunden betrug der Zuwachs 44 % auf 9,1 Mrd. Euro, was sicher auch keine schlechte Leistung ist. Sparkassenkunden schlossen bis Ende September netto rund 430 000 neue Sparpläne ab, nach 300 000 im kompletten Vorjahr. Der Gesamtbestand einschließlich der Anlage vermögenswirksamer Leistungen nähert sich der Marke von 4 Millionen. Zum kräftigen Anstieg der Total Assets auf knapp 283 Mrd. Euro (vgl. Tabelle) trug die Wertentwicklung 9 Mrd. Euro bei. Rund 2 Mrd. Euro wurden an die Anleger ausgeschüttet. Vorsichtiger Ergebnisausblick”Unser Ziel bleibt es, gemeinsam mit den Sparkassen alle Bevölkerungsschichten von der Notwendigkeit der vermögensbasierten Wertpapieranlage zu überzeugen”, erklärte der Vorstandsvorsitzende der DekaBank, Michael Rüdiger, anlässlich der Vorlage der Neunmonatsergebnisse. Die Zahlen zeigten, dass die dafür angestoßenen Maßnahmen fruchten. Man sei aber noch weit davon entfernt, dass jetzt die überwiegende Zahl der Sparer auf Wertpapiere setzt. “Hier gilt es, Anreize zur Förderung zu schaffen. Sonst werden die anhaltenden Niedrigzinsen zu einer weiteren Spreizung der finanziellen Verhältnisse in der Bevölkerung führen.”Das starke Volumenwachstum ließ den Provisionsüberschuss als den für den Assetmanager zentralen Ergebnisträger anschwellen, und zwar um nahezu 12 %. Das schlug sich auch im wirtschaftlichen Ergebnis nieder, das um 18 % auf 412 Mill. Euro ausgeweitet werden konnte. Für das Gesamtjahr stellt die DekaBank gleichwohl nur ein “moderat” über dem Vorjahreswert von 415 Mill. Euro liegendes Ergebnis in Aussicht, ein anhaltend positives Marktumfeld vorausgesetzt.Zu den auffälligsten Veränderungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung per Ende September gehört erstens der Swing im Risikovorsorgesaldo um 149 Mill. Euro auf ein positives Ergebnis von 5,4 Mill. Euro. Ausschlaggebend war hier eine deutliche Entlastung beim Vorsorgeaufwand im Kreditgeschäft. Zweitens drehte das Finanzergebnis aus Bankbuch-Beständen von positiven 143 Mill. Euro im Vorjahr auf nun – 129 Mill. Euro tief in den roten Bereich. Die DekaBank erklärt das mit einer “Erhöhung der pauschalen Vorsorge zur Abdeckung potenzieller Risiken um 150 Mill. Euro”. Im Vorjahr hatte das Finanzergebnis unter anderem von positiven Bewertungseffekten bei Wertpapieren profitiert. Drittens drehte umgekehrt das sonstige betriebliche Ergebnis (in der Tabelle nicht ausgewiesen) von – 83,5 Mill. Euro im Vorjahr auf diesmal + 45,4 Mill. Euro. Hinter diesem Swing verbergen sich mehrere Einmalfaktoren und im Vorjahr angefallene versicherungsmathematische Verluste.In den um 5 % erhöhten Aufwendungen von 739 Mill. Euro sind nach Deka-Angaben die vollen Jahresbeiträge zur Sicherungsreserve der Landesbanken (8 Mill. Euro) sowie der europäischen Bankenabgabe (35 Mill. Euro) enthalten. Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern gibt das Institut mit 12,1 (i.V. 10,8) % an. Die harte Kernkapitalquote bei voller Anwendung der neuen Regeln sei von 16,7 % Ende 2016 auf nun 17,5 % gestiegen.