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Deutsche Bank mit neuer Chefjustiziarin

lee - Die Deutsche Bank hat eine neue Chefjustiziarin in den eigenen Reihen gefunden. Wie das Institut am Dienstag mitteilte, tritt Karen Kuder ab sofort die Nachfolge von Florian Drinhausen an, der die Deutsche Bank zum Ende des Monats verlässt....

Deutsche Bank mit neuer Chefjustiziarin

lee – Die Deutsche Bank hat eine neue Chefjustiziarin in den eigenen Reihen gefunden. Wie das Institut am Dienstag mitteilte, tritt Karen Kuder ab sofort die Nachfolge von Florian Drinhausen an, der die Deutsche Bank zum Ende des Monats verlässt. Die 47-Jährige berichtet an das designierte Vorstandsmitglied Stefan Simon, der noch als Generalbevollmächtigter für die Rechtsabteilung und die Beziehungen zu Aufsichtsbehörden verantwortlich ist.Die im sächsischen Zittau geborene Juristin hat das Bankgeschäft von der Pike auf gelernt. Nach einer Banklehre in Dresden ging sie zum Studium nach Augsburg. Dem Referendariat und zweiten Staatsexamen in Dresden folgte ein Praktikum in der Rechtsabteilung der Deutschen Bank in Stuttgart, dem bald wieder eine Festanstellung bei dem Institut folgte, diesmal in der Rechtsabteilung des Corporate Centers.Berufsbegleitend promovierte sie bis 2006 an der Technischen Universität Darmstadt. Bald darauf folgte – kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise – die Beförderung zur Gruppenleiterin für Restrukturierung und Insolvenzrecht im Corporate Bankin & Securities/Global Transaction Banking Deutschland. In dieser Funktion war Kuder für die Rechtsberatung zu Kreditrisikofragen im Bankgeschäft mit Firmenkunden und Finanzinstituten verantwortlich, einschließlich neuen Bankprodukten, der Strukturierung von Krediten sowie der Restrukturierung und Abwicklung von Bankforderungen.Ihre damalige Tätigkeit umfasste auch ein Thema, das bald wieder an Aktualität gewinnen dürfte: Rechtsstreitigkeiten mit hohen Klageforderungen und Insolvenzbezug. Wie aus der Mitteilung der Deutschen Bank außerdem hervorgeht, konnte Kuder auch in anderen Bereichen des Bankgeschäfts Erfahrungen sammeln, so im Risikomanagement und bei der Fondstochter DWS in London und Luxemburg.Dank ihres fachlichen Schwerpunkts im Kreditrecht einschließlich des Restrukturierungs- und Insolvenzrechts konnte die neue Chefjustiziarin nach Angaben des Instituts den deutschen und europäischen Gesetzgebungsprozess zur Sanierungs- und Abwicklungsplanung von Banken mitprägen. 2016 übernahm sie die Verantwortung für das Bankaufsichtsrecht der Deutschen Bank weltweit, zwei Jahre später folgte der nächste Karriereschritt mit der Berufung zum Chief Governance Officer.Angesichts des beeindruckenden internen Karrierewegs lobt Simon seine neue Chefjustiziarin als erfahrene Kennerin der Deutschen Bank: “Sie hat sich in den vergangenen Jahren in den verschiedensten Herausforderungen bewiesen und bringt daher alles mit, was für die Leitung der Rechtsabteilung einer global aufgestellten Bank wichtig ist.”