Deutsche Bank setzt Stellenabbau vorerst aus

Börsen-Zeitung, 28.3.2020 Bloomberg Frankfurt - Die Deutsche Bank setzt angesichts der Coronakrise ihren geplanten Stellenabbau vorerst aus. Die Mitarbeiter hätten Sorgen genug. Aufgehoben ist das Vorhaben allerdings nicht. Um im derzeitigen Umfeld...

Deutsche Bank setzt Stellenabbau vorerst aus

Bloomberg Frankfurt – Die Deutsche Bank setzt angesichts der Coronakrise ihren geplanten Stellenabbau vorerst aus. Die Mitarbeiter hätten Sorgen genug. Aufgehoben ist das Vorhaben allerdings nicht. Um im derzeitigen Umfeld zusätzliche emotionale Belastungen zu vermeiden, würden neue Gespräche mit potenziell betroffenen Mitarbeitern über individuelle Umstrukturierungsmaßnahmen verschoben, hieß es in einer Mitteilung der Bank an die Beschäftigten, die Bloomberg vorliegt. Die Unterbrechung werde so lange dauern, bis im Umfeld des Finanzinstituts eine Rückkehr zu mehr Stabilität erkennbar sei.Bereits laufende Restrukturierungsgespräche sollen allerdings abgeschlossen werden, so die Bank. Hier gebe es überwiegend bereits unterzeichnete Dokumente, und der Abschluss stehe kurz bevor. Bis Ende 2022 will das Institut 18 000 Arbeitsplätze abbauen. Die Bank bekräftigte ihre Ziele für Konzernumbau und Kostensenkungen. Die Ressourcen würden nun auf die wichtigsten Projekte und die aufsichtsrechtlichen Verpflichtungen fokussiert, damit die Bank auf Kurs bleibe.In Reaktion auf die Coronakrise erwägt die Bank auch, Kurzarbeit einzuführen und die damit verbundenen staatliche Beihilfen zu beantragen. Zuvor hatten bereits andere Finanzinstitute angekündigt, angesichts der Not durch den Virusausbruch geplante Stellenstreichungen zu verlangsamen oder auszusetzen, darunter HSBC, Credit Suisse und Morgan Stanley.