Deutsche Bank zahlt Boni von über 2 Mrd. Euro

Börsen-Zeitung, 13.3.2018 bn Frankfurt - Die Deutsche Bank will für das vergangene Jahr ungeachtet des dritten Nachsteuerverlustes in Folge gut 2 Mrd. Euro an Boni zahlen. "Der Betrag für die variable Vergütung wird für die gesamte Bank etwas...

Deutsche Bank zahlt Boni von über 2 Mrd. Euro

bn Frankfurt – Die Deutsche Bank will für das vergangene Jahr ungeachtet des dritten Nachsteuerverlustes in Folge gut 2 Mrd. Euro an Boni zahlen. “Der Betrag für die variable Vergütung wird für die gesamte Bank etwas oberhalb von 2 Mrd. Euro liegen”, bestätigte Personalvorstand Karl von Rohr der Deutschen Presse-Agentur nach entsprechenden Presseberichten. Damit stockt Deutschlands größte Bank ihre variablen Entgelte wie angekündigt auf, nachdem sie die Einmalzahlungen für 2016 radikal gekürzt hatte. Für 2015 hatte das Institut rund 2,4 Mrd. Euro an Boni gezahlt. Nach Steuern verlor die Gesellschaft 2017 infolge der US-Steuerreform 500 Mill. Euro. Vor Steuern steht ein Gewinn von knapp 1,3 Mrd. Euro zu Buche. Der Vorstand des Instituts wird auch in diesem Jahr, wie 2017 und 2016, keine Boni erhalten, wie Vorstandschef John Cryan am Wochenende auf einer Konferenz im texanischen Austin klarstellte. Konkrete Vergütungszahlen wird die Bank am Freitag im Geschäftsbericht zeigen.Unterdessen konkretisiert sich der Stellenabbau im Zuge der Reintegration der Deutschen Postbank. Wie die “Welt am Sonntag” berichtete, sollen in den kommenden vier Jahren jeweils 1 500 oder insgesamt rund 6 000 Stellen wegfallen. Dies entspricht einem Fünftel der momentan rund 30 000 Stellen im Privatkundengeschäft von Postbank und Deutscher Bank. Abbauen will die Bank die Stellen demnach mit Hilfe freiwilliger Abfindungen und natürlicher Fluktuation, da betriebsbedingte Kündigungen bis 2021 ausgeschlossen sind. Derweil hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht Reuters zufolge ihre Prüfung des Deutsche-Bank-Großaktionärs HNA abgeschlossen. Ergebnis sei, dass der Konzern bei seiner Beteiligung an der Bank korrekte Stimmrechtsangaben gemacht habe, heißt es unter Berufung auf einen Insider.