DEBATTE ÜBER DIVIDENDENVERZICHT

DZ Bank vertagt Dividendenbeschluss

Endgültige Entscheidung fällt frühestens im Oktober

DZ Bank vertagt Dividendenbeschluss

ski Frankfurt – Auch der Vorstand der DZ Bank hat nun entschieden, den Gewinnverwendungsbeschluss und die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2019 auf den Herbst zu vertagen. Das erfuhr die Börsen-Zeitung in informierten Kreisen. Dieser Schritt, mit dem das genossenschaftliche Spitzeninstitut einer allem Anschein nach sehr nachdrücklichen “Empfehlung” der EZB-Bankenaufsicht nachkommt, muss vermutlich noch mit dem Aufsichtsrat abgestimmt werden, doch ist davon auszugehen, dass das Kontrollorgan zu keinem anderen Ergebnis kommen wird. Die Hauptversammlung soll für den 27. Mai einberufen werden.Noch am 30. März hatte die DZ Bank in einer Umfrage der Börsen-Zeitung erklärt, sie gehe auf Basis der öffentlichen Äußerungen der Bundesbank – gemeint war offenbar deren für Bankenaufsicht verantwortliches Vorstandsmitglied Joachim Wuermeling – davon aus, für 2019 eine Dividende auszahlen zu dürfen, und wolle das demzufolge auch tun. “Unsere Dividenden verbleiben im Bankensystem der genossenschaftlichen Finanzgruppe und stehen damit für die Finanzierungs- und Liquiditätsbelange der Kunden zur Verfügung”, schrieb das Institut. Dividendenkontinuität habe in der kreditgenossenschaftlichen Organisation einen hohen Wert, so die Bank damals. Bei einem Nachsteuergewinn von 1,9 Mrd. Euro im Konzern wollte das Spitzeninstitut, wie Ende Februar angekündigt, 322 Mill. Euro (18 Cent je Aktie) an die Eigentümer zahlen, was einer Ausschüttungsquote von rund 17 % entspräche.An dieser Absicht hält die Bank offenbar grundsätzlich fest, doch formell beschlossen und vollzogen werden kann die Gewinnverwendung eben frühestens im Oktober in Abhängigkeit von den dann obwaltenden Umständen.