EAA wird irische Pfandbriefbank nicht los
EAA wird irische Pfandbriefbank nicht los
ab Düsseldorf – Der Verkauf der irischen Tochtergesellschaft der Ersten Abwicklungsanstalt (EAA) ist geplatzt. Der Investor habe die als Bad Bank der WestLB bekannte Abwicklungsanstalt darüber informiert, dass die Aufsichtsbehörden den Deal nur unter zusätzlichen Auflagen genehmigen würden, heißt es. Vor diesem Hintergrund machte der Investor – nach irischen Medienberichten handelt es sich um den britischen Investor Attestor Capital – von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch. Der Kaufvertrag war im Februar 2017 unterzeichnet worden, stand aber unter dem Zustimmungsvorbehalt der Aufsichtsbehörden, in diesem Fall die irische Bankenaufsicht und die EZB.”Die EAA wird die irische Tochtergesellschaft vor diesem Hintergrund abwickeln und schließen”, wird Christian Doppstadt, Vorstandsmitglied der EAA, zitiert. Operativ werde das bei der EAA zu einem erhöhten Aufwand führen. Gleichwohl stünden die Chancen gut, die finanziell negativen Folgen für den Abwicklungsplan der Anstalt eng zu begrenzen, heißt es. Die Covered Bond Bank (CBB) ist nach den Angaben eine der letzten Mehrheitsbeteiligungen mit operativem Geschäftsbetrieb im Portfolio der EAA. Die irische Pfandbriefbank hält im Wesentlichen Anleihen öffentlicher Schuldner in Europa. Die Bilanzsumme wurde ausgehend von 10,9 Mrd. Euro im Jahr 2010 auf 1,6 Mrd. Euro zum Bilanzstichtag 2019 zurückgeführt.Mit dem Verkauf wollte die EAA der operativen Einheit und ihren Beschäftigten eine Zukunftsperspektive eröffnen. Daraus wird nun nichts. Auf der Gehaltsliste stehen derzeit noch 13 Namen, wie eine EAA-Sprecherin auf Anfrage sagte. Die EAA CBB bleibe bis zu ihrer Schließung in die Risiko- und betriebswirtschaftliche Steuerung der Abwicklungsanstalt eingebunden, heißt es.