Ex-Goldman-Banker führt weltgrößten Pensionsfonds
Ex-Goldman-Banker führt weltgrößten Pensionsfonds
mf – Ein Ex-Manager von Goldman Sachs verwaltet seit dem 1. April das Vermögen des weltgrößten Pensionsfonds, des japanischen Government Pension Investment Fund (GPIF). Der 52-jährige Eiji Ueda übernimmt die schwierige Nachfolge von Hiromichi Mizuno, der das Vermögen des Fonds in fünf Jahren auf 169 Bill. Yen (1,4 Bill. Euro) stark vermehrte.Nach dem Studienabschluss als Chemieingenieur an der Universität Tokio hatte Ueda seit April 1991 für Goldman Sachs gearbeitet. Er begann als Händler für ausländische Anleihen, wechselte ab 1995 nach New York und stieg im November 2000 zum Managing Director auf. Ab 2009 leitete er das Asien-Geschäft für Fixed Income, Devisen und Rohstoffe und übernahm für drei Jahre die Leitung von Goldman Sachs Asia in Hongkong. Bis Mai 2019 saß Ueda im Verwaltungsrat von Goldman Sachs Japan, zum Jahresende schied er aus.Sein Wechsel zum GPIF, aus dessen Vermögen der japanische Staat die Grundrente finanziert, erfolgt zu turbulenten Zeiten. Zum Jahresauftakt hat der Fonds laut der Finanzzeitung “Nikkei” den größten Quartalsverlust seiner Geschichte erlitten. Gemäß dem Bericht fiel ein Buchverlust von 18 Bill. Yen (154 Mrd. Euro) an. Die Kalkulation erfolgte offenbar auf der Basis, dass der Nikkei 225 in den ersten drei Monaten um 23,6 % einknickte. Dagegen hatte das Fondsvermögen in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres zwischen April und Dezember um 9,4 Bill. Yen zum Vorjahr zugelegt. Planung bis 2079Gemäß der Rechnung von Nomura-Analyst Masahiro Nishikawa gingen 10,6 Bill. Yen des Buchverlustes auf das Konto von ausländischen Aktien, die 25 % des Portfolios ausmachen. Allerdings muss der Chief Investment Officer des GPIF viel langfristiger denken. Bis 2079 soll das Vermögen um knapp das Dreifache auf 479 Bill. Yen wachsen. Angesichts der Niedrigzinsen in Japan will der Fonds den Anteil ausländischer Wertpapiere nun um 10 Prozentpunkte auf 50 % erhöhen.