Förde Sparkasse sieht von Prognose ab

Kieler Institut: Pandemie hat spürbaren Einfluss - Ergebnis 2019 verbessert

Förde Sparkasse sieht von Prognose ab

ste Hamburg – Nach den Einsparungen in den vergangenen Jahren, die Filialnetz und Personal betrafen, hat die in Kiel ansässige Förde Sparkasse 2019 nach eigenen Angaben ein solides Ergebnis verbucht. Die größte der elf Sparkassen Schleswig-Holsteins, deren Bilanzsumme sich im vorigen Jahr um 5 % auf 7,84 Mrd. Euro erhöhte, erreichte bei einem um 2 Mill. auf knapp 132 Mill. Euro gesunkenen Zinsüberschuss ein auf 61,5 (i.V. 59,6) Mill. Euro gesteigertes Betriebsergebnis vor Bewertung. Das Aufwand-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich im Vorjahresvergleich leicht auf 66,7 (67,2) % und entsprach damit dem Durchschnittsniveau aller rund 380 Sparkassen in Deutschland (vgl. BZ vom 20. März).Die Förde Sparkasse erklärte auf Anfrage, 2019 sei “im Großen und Ganzen ein relativ normales Geschäftsjahr” gewesen, in dem besondere Faktoren das Ergebnis nicht signifikant beeinflusst hätten. Zugleich schnitt das Institut aber besser ab als im Jahresbericht 2018 in Aussicht gestellt: Das Betriebsergebnis vor Bewertung wurde bei knapp 54 Mill. Euro erwartet, die Cost-Income-Ratio über 70 %. Mit einem Betriebsergebnis vor Bewertung von 0,80 (0,82) % der Durchschnittsbilanzsumme blieb die Sparkasse zudem leicht über dem Durchschnittswert aller deutschen Sparkassen von 0,76 %.Vor dem Hintergrund eines um 2,5 % auf 5,98 Mrd. Euro ausgeweiteten Kreditvolumens sowie eines um 7 % auf 6,16 Mrd. Euro gestiegenen Einlagenbestands kam es bei Geschäftsstellen und Personal kaum zu Veränderungen. Einschließlich einer neuen personenbesetzten Filiale in Kiel unterhielt die Sparkasse 84 Standorte, davon 36 SB-Filialen, und beschäftigte mit 1 217 Mitarbeitern elf weniger als im Jahr zuvor.Eine konkrete Prognose für das laufende Geschäftsjahr gab die Sparkasse nicht ab. “Wir gehen davon aus, dass die Corona-Pandemie einen spürbaren Einfluss auf das laufende Geschäftsjahr haben wird”, erklärte ein Sprecher. Die Auswirkungen ließen sich derzeit aber nicht seriös abschätzen. Das Institut überarbeitet den Angaben zufolge gerade seine Unternehmensplanung. Anpassungsbedarf bei den Filialen, von denen im Zuge der Coronakrise rund zwei Dutzend vorübergehend geschlossen wurden, bestehe nicht. Veränderungen bei Gebühren seien gegenwärtig auch nicht geplant.