Frankfurter Leben erwirbt Pensionskasse
Frankfurter Leben erwirbt Pensionskasse
kb/dpa-afx Frankfurt – Die betriebliche Altersversorgung der C & A-Beschäftigten wird künftig vom Abwickler Frankfurter Leben verwaltet. Die Gesellschaft kauft die Prudentia Pensionskasse mit rund 50 000 Verträgen von Mitarbeitern der Schweizer Familienholding Cofra, wie die Frankfurter Leben am Dienstag in Bad Homburg mitteilte. Zur Cofra-Gruppe gehört auch die Modekette C & A. Die Aufsicht BaFin muss dem Deal noch zustimmen. Das Kapitalanlagevolumen wird auf 1,8 Mrd. Euro beziffert. Ein Kaufpreis der für das Neugeschäft inzwischen geschlossenen Kasse wurde nicht genannt; er soll aber positiv sein, so dass die Verkäufer der Pensionskasse kein Geld mitgeben müssen, wie zuvor die “Süddeutsche Zeitung” berichtet hatte. Lebensversicherern und Pensionskassen fällt es wegen der Niedrigzinsen zunehmend schwer, an den Kapitalmärkten die hohen Garantieversprechen der Vergangenheit von bis zu 4 % zu erwirtschaften. Manche wollen die teuren Altpolicen loswerden. Die Erwerber müssen die bestehenden Verträge bis zum Ablauf weiterführen. Die Verträge der Mitarbeiter der Cofra-Gruppe würden unverändert fortgeführt, versicherte die Frankfurter Leben. “Wir sind uns der Wichtigkeit der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Cofra-Gruppe, insbesondere jenen von C & A, bewusst. Der Verantwortung für diese Sozialleistung werden wir uneingeschränkt gerecht”, erklärte Finanzvorstand Bernd Neumann. 10 Mrd. Euro im BestandDie Frankfurter Leben hat bereits die Altpolicen anderer Anbieter übernommen, darunter die des Versicherers Arag. Erst im Januar hatte die Frankfurter Leben, die der chinesischen Fosun-Gruppe gehört, die Pensionskasse Pro bAV von der Axa übernommen. Einschließlich des Prudentia-Kaufs, der nun vierten Transaktion, steigt der Bestand den Angaben zufolge auf 700 000 Verträge mit einem Volumen von 10 Mrd. Euro. In der Vergangenheit hatte der Verkauf von Altpolicen an spezialisierte Abwickler Kritik von Politikern und Verbraucherschützern ausgelöst. Aktuell sucht Generali Deutschland für rund vier Millionen Altverträge eine Lösung.