Gewinn der Sparkasse Nürnberg fällt

Risikovorsorge wird 2020 steigen - Vorstand ordnet 2019 als ordentlich ein

Gewinn der Sparkasse Nürnberg fällt

mic München – Die Sparkasse Nürnberg rechnet mit einem Ergebnisrückgang im laufenden Jahr. Das Institut begründet dies auch mit einer steigenden Risikovorsorge infolge der wirtschaftlichen Verwerfungen durch die Pandemie. Im vergangenen Jahr stagnierte das Ergebnis bei 94 Mill. Euro, während die Bilanzsumme um 4,2 % auf 11,6 Mrd. Euro stieg. Die Sparkasse werde ein gesundes und stabiles Unternehmen bleiben, kommentierte der Vorstand.Vor dem Hintergrund der Coronakrise sei eine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 schwierig, erklärte das Institut per Pressemitteilung. Die Bilanzpressekonferenz hatte die Sparkasse zuvor abgesagt. Das Institut erwartet ein zunehmendes Kreditgeschäft mit Unternehmen. Das Privatkundengeschäft werde allerdings zurückgehen, hieß es.Das abgelaufene Geschäftsjahr stufte der Vorstand als ordentlich ein. Die Kreditbestände wuchsen um 4,6 % auf 7,1 Mrd. Euro und damit fast im gleichen Tempo wie die Einlagen, die um 4,7 % auf 9,7 Mrd. Euro zulegten. Im Kreditgeschäft sorgten erneut Immobilienfinanzierungen für den Großteil der Geschäfte. Privatpersonen liehen für diesen Zweck 551 Mill. Euro aus, dies waren 4,5 % mehr als im Vorjahr. Darlehen in Höhe von 85 Mill. Euro nahmen die Privaten für andere Zwecke auf. Auch im gewerblichen Kreditgeschäft lief insbesondere die Immobilienfinanzierung gut, wie es heißt. Die Darlehenszusagen an Unternehmen und Selbständige kletterten um 52 % auf 795 Mill. Euro. Kernkapitalquote klettertDie Sparkasse Nürnberg ließ den Provisionsüberschuss mit 7,5 % so stark steigen, dass das Plus in absoluten Zahlen den leicht sinkenden Zinsüberschuss überkompensierte (siehe Tabelle). Allerdings war im Vorjahr der Provisionsüberschuss erstmals seit dem Jahr 2011 gesunken. Der um 2,5 % steigende Aufwand fraß im Jahr 2020 die zusätzlichen Erträge fast vollständig auf. Der Überschuss sank um 5 % auf 20 Mill. Euro.Die Kernkapitalquote zog 2019 von 14,9 % auf 16,2 % an. Das Institut hatte stille Reserven im Wert von 100 Mill. Euro in Rücklagen für allgemeine Bankrisiken umgewandelt.