Grenke kassiert Prognose für 2020

Dividendenzahlung unklar - HV verschoben

Grenke kassiert Prognose für 2020

dpa-afx Baden-Baden – Der Finanzdienstleister Grenke hat die Prognose für das laufende Jahr erwartungsgemäß ausgesetzt. “Inwieweit und in welchem Umfang die Covid-19-Pandemie Einfluss auf die weitere Geschäfts- und Ergebnisentwicklung haben wird, ist aktuell nicht verbindlich abschätzbar und nicht in der am 11. Februar veröffentlichten Prognose enthalten”, teilt das im MDax notierte Unternehmen mit. Der Vorstand werde seine Prognose aktualisieren, sobald sich die Auswirkungen der Pandemie hinreichend bestimmen lassen. Probleme mehren sichDie Änderungen im Zahlungsverhalten der Kunden durch die Krise würden erst in den kommenden Wochen sichtbar. “Maßgeblichen Einfluss auf die Zahlungsfähigkeit dürften die auf verschiedenen politischen Ebenen verabschiedeten Liquiditäts- und Garantiezusagen haben. In jedem Fall werden diese Maßnahmen allgemein dazu beitragen, dass Kreditrisiken minimiert und Geschäftsbeziehungen fortgesetzt werden können”, heißt es. Wie Grenke weiter mitteilt, legte das Neugeschäft der Gruppe im wichtigen Leasinggeschäft im ersten Quartal bei steigenden Margen zu.In den ersten drei Monaten des Jahres lief das Neugeschäft noch bis Mitte März gut – in den ersten zehn Wochen habe es sich im prognostizierten Rahmen eines deutlichen Wachstums bewegt. Mit dem immer stärker werdenden Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa und Deutschland vermehrten sich die Probleme. Am Ende blieb im ersten Quartal im Leasing-Neugeschäft ein Plus von 1,6 %, so dass sich die Summe der Anschaffungskosten aller erworbenen Leasinggegenstände auf 681 Mill. Euro belief. Die Marge konnte dabei auf 18,2 (i.V. 16,6) % gesteigert werden.Ausführlich will das Unternehmen wie geplant am 5. Mai über das Ergebnis im ersten Quartal berichten. Dann gibt es vielleicht auch Neues zur Prognose. Verschieben musste Grenke dagegen wie so viele andere Unternehmen auch die Hauptversammlung. Diese könne nicht wie geplant am 19. Mai stattfinden, heißt es. Der neue Termin werde zu gegebener Zeit bekannt gegeben. In der Mitteilung zur Verschiebung der Hauptversammlung wurde keine Angabe zur geplanten Dividendenzahlung gemacht. Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage von dpa-afx dazu nicht weiter äußern. Grenke hatte am 11. Februar – also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie in Europa – mitgeteilt, für 2019 eine Dividende von 88 Cent und damit 10 % mehr als im Vorjahr zahlen zu wollen.