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Höchststrafe

ski - Union Investment ist trotz der jüngsten Marktturbulenzen bisher wacker und achtbar durch die Coronakrise gekommen. Für den Vorstandsvorsitzenden Hans Joachim Reinke persönlich bedeuten die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen...

Höchststrafe

ski – Union Investment ist trotz der jüngsten Marktturbulenzen bisher wacker und achtbar durch die Coronakrise gekommen. Für den Vorstandsvorsitzenden Hans Joachim Reinke persönlich bedeuten die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen allerdings so etwas wie die Höchststrafe: Viel Schlimmeres als “Social Distancing” könne einem Rheinländer kaum passieren, sagt der gebürtige Bonner, dessen Berufsweg 1987 bei der nahegelegenen Volksbank Wachtberg begann und dessen Herz außer für seine beiden Großfamilien – einerseits Frau, zwei Töchter, Pferde und Hund, andererseits die Kreditgenossen – für Borussia Mönchengladbach schlägt.Die Euphorie an den Märkten scheint zwar sogar dem Berufsoptimisten ein bisschen verfrüht oder übertrieben zu sein. Dessen ungeachtet ist es für die genossenschaftliche Fondsgruppe gerade in Zeiten wie diesen wenigstens eine halbe Erfolgsgarantie, eine Frohnatur und einen Mutmacher an der Spitze zu haben, der als ehemaliger Profiwasserballer obendrein die in besonders herausfordernden Situationen nötigen Kämpfer- und Nehmerqualitäten mitbringt. Als Reinke 2010 als CEO antrat, verwaltete Union Investment 168 Mrd. Euro. Aktuell sind die Assets trotz coronabedingter Wertverluste weit mehr als doppelt so hoch. Am 1. Juli kann der 58-Jährige sein Zehnjähriges als Chef der DZ Bank-Tochter feiern – mit 1,50 Meter Mindestabstand zu seinen Mitmenschen, so schwer es einem Rheinländer auch fällt.