PERSONEN

Holger Schmieding 60

ms - Wann immer Holger Schmieding Zeit hat, zieht es ihn in die Natur. Der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, der morgen seinen 60. Geburtstag feiert, wandert für sein Leben gern und liebt das Skifahren. Unter anderem hat er zwei Mal die Haute Route...

Holger Schmieding 60

ms – Wann immer Holger Schmieding Zeit hat, zieht es ihn in die Natur. Der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, der morgen seinen 60. Geburtstag feiert, wandert für sein Leben gern und liebt das Skifahren. Unter anderem hat er zwei Mal die Haute Route absolviert, eine internationale hochalpine, mehrtägige Wander- und Skidurchquerung der Walliser Alpen. Zudem zählen Kanutouren in der kanadischen Wildnis zu seinen Hobbys. Im vergangenen Jahr legte der vierfache Vater gar mit einem seiner Söhne in weniger als neun Tagen 1 000 Meilen auf dem Yukon durch Nordkanada und Alaska zurück – als Teil des “Yukon 1 000”-Programms.Für Schmieding sind solche Aktivitäten auch Ausgleich für einen Alltag, der – zumindest auf den ersten Blick – sehr viel nüchterner ist, weil von Zahlen, Statistiken und Theorien geprägt. Seit Oktober 2010 arbeitet der promovierte Volkswirt für Deutschlands älteste Privatbank in Hamburg und London und verantwortet das Research des Instituts – von Konjunkturprognosen bis hin zu wirtschaftspolitischen Analysen. Zuvor war Schmieding Chefvolkswirt Europa für Merrill Lynch, Bank of America und dann Bank of America Merrill Lynch in London. Von 1998 bis 2015 lebte Schmieding in der britischen Kapitale, seitdem in Berlin.Schmieding, der in den siebziger Jahren zwei Jahre für die “Westfälischen Nachrichten” in Münster tätig war, ist ein häufiger Gesprächspartner für Medien, insbesondere auch bei den Themen Europäische Zentralbank (EZB) und Euro-Zukunft. Das liegt zum einen daran, dass Schmieding auch komplexe Sachverhalte verständlich und pointiert auf den Punkt bringen kann. Zum anderen weiß er einfach, wovon er spricht. Bereits seine Promotion drehte sich um die europäische Integration, und das Thema Europa hat ihn nie mehr losgelassen. 2012 veröffentlichte er das Buch “Unser gutes Geld: Warum wir den Euro brauchen”.In Prognose-Rankings und Umfragen schneidet Schmieding, der nach dem Studium unter anderem beim Kieler Institut für Weltwirtschaft und beim Internationalen Währungsfonds arbeitete, regelmäßig gut ab. Im FAZ-Ranking zu Deutschlands einflussreichsten Ökonomen schaffte es Schmieding in den vergangenen drei Jahren stets unter die Top 30.