Hypoport hält an Jahreszielen fest

Starkes Wachstum setzt sich in Coronakrise fort

Hypoport hält an Jahreszielen fest

ste Hamburg – Der Finanzplattformbetreiber Hypoport hält inmitten der Coronakrise an seinen am 9. März veröffentlichten Finanzzielen für das laufende Geschäftsjahr fest. Nach den ersten drei Monaten 2020 mit um 28 % gesteigerten Erlösen von erstmals über 100 Mill. Euro sowie nach einem um 31 % auf 10,5 Mill. Euro erhöhten operativen Ergebnis (Ebit) stellt das Unternehmen unverändert einen Konzernumsatz zwischen 400 und 440 (i.V. 337) Mill. Euro sowie ein Ebit von 35 bis 40 (33) Mill. Euro in Aussicht.Ronald Slabke, Vorstandschef und mit einem Anteil von 34,6 % größter Aktionär von Hypoport, verwies bei der Vorlage des Zwischenberichts zum 31. März auf zwei Gründe für die positive Entwicklung in der Coronakrise. Zum einen seien die relevanten Märkte, die Kredit-, Wohnungs- und Versicherungswirtschaft in Deutschland, recht autark gegenüber kurzfristigen Konjunkturentwicklungen und wiesen – wenn überhaupt – eher spätzyklische Reaktionen auf. “Zweitens können wir als modernes Unternehmen durch deutliche Effizienzvorteile gegenüber traditionellen Wettbewerbern unsere Marktanteile ausbauen.” Als Beispiel nannte er den Einsatz videochatgestützter Kundenberatung und die digitale Abwicklung von Finanzierungsanfragen an Banken über Europace.Das Segment Kreditplattform mit dem internetbasierten B2B-Kreditmarktplatz Europace legte im Quartal um 32 % auf 40,6 Mill. Euro zu. Wesentliche Impulse lieferte demnach der Anstieg des Europace-Transaktionsvolumens um 34 % auf 20,8 Mrd. Euro. Im Gesamtjahr soll das Transaktionsvolumen des laut Hypoport größten deutschen Marktplatzes zum Abschluss von Immobilienfinanzierungen, Bausparprodukte und Ratenkrediten um 15 bis 20 % zulegen. Vor allem die mit Sparkassen und Genossenschaftsbanken getragenen Teilmarktplätze Finmas und Genopace tragen das Wachstum: So wird für Finmas mit Wachstumsraten von 30 bis 70 %, für Genopace von rund 100 % gerechnet.Die Hypoport-Segmente Privatkunden (+ 31 % auf 33,2 Mill. Euro) und Immobilienplattform (+ 49 % auf 14,5 Mill. Euro) steigerten ihre Erlöse ebenfalls, während das Segment Versicherungsplattform (- 1 % auf 12,5 Mill. Euro) nachgab.Die Hypoport-Aktie, die am 23. März bei 205,50 Euro ihr bisheriges Jahrestief markierte, gab um 2,4 % auf 339,50 Euro nach. Das Analysehaus Warburg Research, das bei einem Kursziel von 375 Euro zum Kauf der Hypoport-Aktie rät, sprach von einem starken Start in das Jahr 2020. Die Quartalszahlen belegten die exzellenten Wachstumsaussichten der Gesellschaft.