Jack Ma sucht ein weiches Bettchen
Jack Ma sucht ein weiches Bettchen
Chinas Fintech-Powerhouse Ant Financial ziert sich mit seinem eigentlich schon für 2017 erwarteten Börsengang. Der vom Chef des E-Commerce-Riesen Alibaba, Jack Ma, kontrollierte Zahlungssystembetreiber gilt als die Sahneschnitte unter Chinas Start-up-Unternehmen und hätte das Zeug für ein megagroßes Initial Public Offering (IPO). Eine Erklärung für die Verzögerungstaktik des für Rastlosigkeit bekannten Ma findet sich nun in Plänen der Hongkonger Börse, im nächsten Jahr ein neues Segment für Listings von Tech-Unternehmen zu schaffen, das Gründerteams von Start-ups mit Mehrfachstimmrechten die Dauerkontrolle sichert. Hongkongs Börsenregeln hatten dies bislang verhindert und Ma im Jahr 2013 schweren Herzens bewogen, Alibaba an die New Yorker Börse zu bringen, wo er nun andauernd die Wall-Street-Meute und den knallharten Regulator SEC im Nacken sitzen hat. Für sein erklärtes Lieblingskind Ant Financial wünscht sich Ma ein gemütlicheres IPO-Bettchen auf heimischerem Boden und ist gerne bereit zu warten, bis ein solches im kommenden Jahr frei wird.nh