Julius Bär will sich von Fifa-Fall distanzieren

Börsen-Zeitung, 9.6.2017 Reuters Zürich/New York - Julius Bär bemüht sich wegen seiner Rolle im Fifa-Korruptionsskandal um Schadensbegrenzung. Zwei Regionalmanager der Bank hätten in den vergangenen Monaten New Yorker Staatsanwälte getroffen, sagten...

Julius Bär will sich von Fifa-Fall distanzieren

Reuters Zürich/New York – Julius Bär bemüht sich wegen seiner Rolle im Fifa-Korruptionsskandal um Schadensbegrenzung. Zwei Regionalmanager der Bank hätten in den vergangenen Monaten New Yorker Staatsanwälte getroffen, sagten mit der Situation vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Beide Personen sagten den Insidern zufolge aus, dass ein früherer Kundenberater bei einer Überweisung von Bestechungsgeldern an lateinamerikanische Fußball-Funktionäre auf eigene Faust gehandelt habe. Weder sie selbst noch andere hochrangige Firmenvertreter hätten gewusst, dass Bär als vermeintlicher Kanal für die Übermittlung der Gelder benutzt worden sei.Der Kundenberater steht einem Insider zufolge kurz davor, sich in dem Skandal schuldig zu bekennen. Die Schweizer Bundesanwaltschaft erklärte, sie habe in Zusammenhang mit dem Fifa-Fall eine Untersuchung gegen einen früheren Mitarbeiter einer Bank eingeleitet. Die Behörde verdächtigt die Person unter anderem der Geldwäsche und der Urkundenfälschung.Einer mit der Sache vertrauten Person zufolge handelt es sich dabei um den früheren Bär-Kundenberater. Ein Bär-Sprecher erklärte, die Bank habe sich 2015 von einem Angestellten getrennt, nachdem er zugegeben habe, entsprechende Gesetze und interne Richtlinien verletzt zu haben.