Kleinvieh macht auch Mist
Kleinvieh macht auch Mist
Die Finanzmarktkrise jährt sich 2017 das zehnte Mal, und bis heute gibt es Nachwehen. Die IKB, mit der die Subprime-Krise im Sommer 2007 in Deutschland ankam, könnte davon ein Lied singen. Das tut sie aber nicht. Vielmehr ist das Institut auffallend bemüht, den Erfolg des fokussierten Geschäftsmodells herauszukehren. Die Vergangenheit ruht aber auch zehn Jahre nach der Beinahe-Pleite nicht. Diesmal allerdings im positiven Sinne, ist es den Düsseldorfern im abgelaufenen Turnus doch gelungen, aus toxischen Assets, die in den Vorkrisenjahren erworben wurden, Kapital zu schlagen. Im Zusammenhang mit Investments in verbriefte Hypothekenforderungen konnte die IKB mit Goldman Sachs und anderen Beklagten einen Vergleich schließen, heißt es im Geschäftsbericht. Zur Höhe des “finanziellen Ausgleichs”, den die Beklagten zahlen, wurde selbstredend Vertraulichkeit vereinbart. Um riesige Summen dürfte es sich dabei kaum handeln. Doch wer die Latte hinsichtlich der Profitabilität niedrig legt – und das tut die IKB -, kann sich eben auch über kleine Erträge freuen.ab