Macquarie schließt Kauf von Green Investment ab
Macquarie schließt Kauf von Green Investment ab
fir Frankfurt – Ein Konsortium um die australische Investmentbank Macquarie hat die Übernahme der Green Investment Bank (GIB) abgeschlossen. Der britische Staat verkaufte seine Förderbank für 2,3 Mrd. Pfund (vgl. BZ vom 21. April). Macquarie beabsichtigt nach eigenen Angaben, seine bestehenden Investment-Vehikel für Principal Investments, also direkte Unternehmensbeteiligungen, in Großbritannien und Europa zu konsolidieren, um die GIB “als primäre Plattform für ,grüne` Infrastrukturinvestitionen in Europa zu nutzen”.Die Umweltbank war vor fünf Jahren gegründet worden, um Infrastrukturprojekte wie Offshore-Windkraftanlagen zu finanzieren, für die nicht genügend private Mittel zusammenkamen. Das Institut ist laut Mitteilung eine der führenden Investmentbanken für umweltfreundliche Infrastruktur in Großbritannien und Europa und soll gemeinsam mit Macquarie international weiter wachsen. Als Ziel wurde ausgegeben, in den nächsten drei Jahren insgesamt 3 Mrd. Pfund in Ökostrom-Projekte zu investieren.Der Privatisierungsprozess war nicht ohne Schwierigkeiten verlaufen. Ursprünglich hatte er bis Ende März 2017 vonstattengehen sollen. Doch die ebenfalls an der GIB interessierte, aber unterlegene Sustainable Development Capital wollte vor Gericht klären lassen, ob der Verkauf ordnungsgemäß verlief. Der Londoner High Court lehnte das Ansinnen ab. Der Vorwurf des Rivalen lautete, dass Macquarie Teile des Portfolios entgegen den Kriterien zu veräußern beabsichtige.