Missachtung der Allianz-Erfolge
Missachtung der Allianz-Erfolge
Auf der diesjährigen Allianz-Hauptversammlung hätten die Aktionäre über vielerlei sprechen können. Beispielsweise wäre es ein Thema gewesen, dass die Aktie des Versicherers auf dem Sprung ist, das Kursniveau im Boomjahr 2007 zu übertreffen. Die Redner hätten auch ein Loblied auf den Fast-Rekordgewinn in Niedrigzinszeiten singen können. Doch derlei Erfreuliches spielte nur eine Nebenrolle auf dem sechsstündigen Aktionärstreffen. Stattdessen dominierten die internen Widerstände gegen den Erneuerungskurs von Vorstandschef Oliver Bäte und die Akquisitionsbemühungen 2016 die Diskussion. Nun treibt Kritik meist den Fortschritt, nicht zuletzt Medien pflegen gerne diese Sichtweise. Das Ausmaß der Missachtung der Allianz-Erfolge auf der Hauptversammlung erstaunt aber doch. Es zeigt dreierlei: Erstens hat das Publikum sich an die guten Geschäftszahlen gewöhnt. Zweitens werden die internen Widerstände breitflächig übertrieben – wo Rauch ist, mag Feuer sein, aber dort ist noch lange kein Großbrand. Drittens muss der Versicherer seiner Außendarstellung mehr Ressourcen widmen.mic