Nomura untersucht möglichen Insiderhandel
Nomura untersucht möglichen Insiderhandel
mf Tokio – Japans größte Investmentbank Nomura will noch in diesem Monat einen möglichen eigenen Gesetzesbruch bei der japanischen Aufsichtsbehörde Financial Services Agency (FSA) anzeigen. Dabei geht es um die verbotene Weitergabe von kursrelevanten Informationen innerhalb verschiedener Abteilungen des Finanzunternehmens im Frühjahr 2016 in Zusammenhang mit einem Aktiensplit des Unternehmens Wash House. Dazu hat Nomura laut Bloomberg im April eine interne Untersuchung eingeleitet.Der Präsident von Wash House, Yasutaka Kodama, hatte am 14. Februar 2016 auf einem Anlegertreffen eine baldige Erhöhung der Liquidität bei den Titeln angekündigt. Am nächsten Tag erklärte ein Manager einer Nomura-Filiale gegenüber seinen Wertpapierverkäufern, Wash House könnte einen Aktiensplit vornehmen. Der Manager war auch am Börsengang für den Waschsalon-Betreiber beteiligt, der von Nomura arrangiert wurde. Laut der internen Untersuchung diskutierten mehrere Verkäufer die Möglichkeit des Splits mit Klienten, bevor Wash House den Schritt am 10. März schließlich ankündigte. In dem Zeitraum vom 14. Februar bis 10. März stiegen die Anteile des Unternehmens um 80 %.