Norbert Heinen legt Vorsitz bei der Württembergischen nieder
Norbert Heinen legt Vorsitz bei der Württembergischen nieder
igo – Dem Vorstand der Württembergischen Versicherungen steht ein Wechsel bevor. Norbert Heinen (62), der die Tochter des Finanzkonzerns Wüstenrot & Württembergische (W & W) seit 2010 führt, bleibt zwar im Vorstand, gibt das Amt des Vorstandsvorsitzenden aber auf eigenen Wunsch ab. Ab Juli wird Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung der Munich Re, die Verantwortung für die W & W-Versicherungstöchter inklusive des Vertriebs übernehmen. Im Laufe des kommenden Jahres soll der 42-Jährige zum Vorstandsvorsitzenden der Württembergischen berufen werden und Heinen auch im Management Board der W & W-Gruppe ersetzen.Heinen gebe seine Funktion “auf eigenen Wunsch im Zuge des Generationenwechsels ab”, teilte der Konzern mit. Er werde Bischof in den nächsten Monaten einarbeiten. Heinen bleibt im Vorstand auch über 2018 hinaus für die Lebensversicherungsparte verantwortlich.Die Bündelung von Vorstandsvorsitz und Vertriebsverantwortung – die bei der Bausparkasse Wüstenrot bereits umgesetzt ist – unterstreiche, “für wie wichtig wir die nochmals bessere Arbeit für die Kunden und mit den Kunden halten”, so W & W-Vorstandschef Jürgen Junker. Der bisherige Vertriebsvorstand der Versicherung, Dirk Hendrik Lehner (46), wechselt zum 1. Juli intern als Geschäftsführer in die Württembergische Vertriebspartner GmbH. Dort soll er die Zusammenarbeit mit Maklern, Kooperations- und Vertriebspartnern insbesondere in der Personenversicherung ausbauen.Neben Bischof als Ersatz für Heinen wird ab Juli auch Jürgen Steffan (55) in den Management Board aufrücken. Der Finanzchef der Wüstenrot Bausparkasse wird künftig die konzernweite, neu gestaltete Einheit Compliance, Risikocontrolling und Merger & Acquisitions übernehmen. Dadurch vergrößert sich der Management Board auf sechs Personen. Neben Konzernvorstandschef Junker sitzen darin die W & W-Vorstände Michael Gutjahr und Jens Wieland sowie die beiden Geschäftsfeldleiter Bernd Hertweck (Wüstenrot) und Heinen beziehungsweise ab dem Jahr 2018 Bischof (Württembergische).Der gebürtige Niederbayer Bischof war nach seinem Betriebswirtschaftsstudium beim Versicherer Axa und bei der Boston Consulting Group tätig. 2009 kam er zu Ergo, wo er vor dem Wechsel zu Munich Re Vorstand der Ergo Beratung und Vertrieb AG war.