OLB erwartet deutlichen Ergebnisrückgang
OLB erwartet deutlichen Ergebnisrückgang
ste Hamburg – Die Oldenburgische Landesbank (OLB) hat im vorigen Geschäftsjahr den Überschuss auf das Rekordniveau von 109,8 (i.V. 20,6) Mill. Euro mehr als verfünffacht, rechnet aber 2020 mit einem deutlichen Ergebnisrückgang. Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den Geschäftsverlauf seien dabei derzeit nicht abzuschätzen.Der 2018 aus dem Zusammenschluss von Bremer Kreditbank (BKB), Bankhaus Neelmeyer sowie der ehemals zur Allianz gehörenden OLB entstandene Konzern, der im vergangenen Frühjahr zudem die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank übernahm, plant dem jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht 2019 zufolge im laufenden Turnus mit einer deutlichen Verbesserung der operativen Erträge und sinkenden operativen Aufwendungen.Allerdings würden sich auch die Risikovorsorge von zuletzt 7 Mill. Euro “normalisieren” und Sondererträge aus Finanzanlagen wegfallen. Die OLB profitierte im Berichtsjahr von einem auf 41,3 (i.V. – 4,6) Mill. Euro gesteigerten Ergebnis aus Finanzanlagen, das durch den Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens zustande kam.Die OLB, die Ende vergangenen Jahres eine Bilanzsumme von 19,6 (i.V. 19,1) Mrd. Euro erreichte, legte 2019 beim Kreditvolumen auf 15,1 (14,0) Mrd. Euro zu, während das Einlagenvolumen auf 12,7 (11,3) Mrd. Euro zunahm. Die operativen Erträge stiegen unter anderem wegen erhöhter Zinserträge aus dem Kreditgeschäft sowie gestiegener Einnahmen aus dem Zahlungsverkehrs-, Wertpapier- und Vermögensverwaltungsgeschäft auf knapp 421 (378) Mill. Euro. Die operativen Aufwendungen erhöhten sich auf gut 311 (287) Mill. Euro. Die Zahl der Filialen sank von 145 auf 126, während die Zahl der SB-Stellen von 62 auf 87 stieg. Die Mitarbeiterzahl sank bis Ende 2019 auf 2 106 von 2 154. Mit einem harten Kernkapital zum Stichtag von mehr als 1 Mrd. (966 Mill.) Euro und einer Kernkapitalquote von 11,8 (11,4) % bestehe ein solides Fundament, so die OLB. Der Konzern, hinter dem Gesellschafter stehen, die mit dem US-Pensionsfonds Teacher Retirement System of Texas sowie den Finanzinvestoren Apollo und Grovepoint verbunden sind, hat seit Herbst ein “Baa2”-Investment-Grade-Rating von Moody’s.