"Online-Abschluss ist eine sehr gute Alternative"
"Online-Abschluss ist eine sehr gute Alternative"
jsc Frankfurt – Der weitgehende Stillstand des öffentlichen Lebens lähmt auch die Vermittlung von Finanzprodukten: Nachdem der Kölner Finanzvertrieb OVB im vergangenen Jahr die Erträge um 11 % auf 269 Mill. Euro ausgebaut hat, erwartet die europaweit agierende Gesellschaft für das laufende Jahr einen Rückgang: Firmenchef Mario Freis sprach in einer Online-Konferenz von einer “gewissen Zurückhaltung” der Kunden und “rasant geänderten Rahmenbedingungen”. Die Coronakrise wirke sich aber unterschiedlich in Ländern und Regionen aus. Wesentliche Tendenz laut Freis: Beratung und Abschluss finden häufiger online statt. Der Manager sprach von einer “sehr guten Alternative”. Die Gruppe zählt rund 5 000 Vermittler, davon drei Viertel im europäischen Ausland, vor allem in Ost- und Mitteleuropa.Die Krise trifft derzeit auch andere Finanzvermittler: Der größere Wettbewerber MLP schließt im Geschäftsbericht eine Belastung des Ergebnisses durch die Coronakrise grundsätzlich nicht aus. Wie viele Aktienwerte war der Kurs im März rasant eingebrochen, hatte sich zuletzt aber wieder etwas erholt. Die DVAG erwähnt die Coronakrise im Geschäftsbericht derweil nicht direkt. Die OVB, die vor 50 Jahren in Köln gegründet worden war, gehört vor allem zu den Versicherern Signal Iduna, Basler und Generali. Die Aktie war noch im Februar knapp über der Schwelle von 17 Euro gehandelt worden, ehe sie im März vergleichsweise moderat auf bis zu 14,70 Euro abfiel und mit derzeit mehr als 15 Euro notiert.Das Konzernergebnis von 11,0 Mill. Euro will die OVB überwiegend ausschütten: An der geplanten Dividende in Höhe von 75 Cent je Aktie hält das Unternehmen fest.