Österreichs Oberbank geht nach Sachsen
Österreichs Oberbank geht nach Sachsen
jh München – Die börsennotierte österreichische Oberbank baut ihre Präsenz in Deutschland aus. In diesem Jahr würden acht neue Filialen eröffnet, kündigte Vorstandschef Franz Gasselsberger bei der Bilanzpressekonferenz in München an. Mit 35 Geschäftsstellen betreibe die Oberbank dann das dichteste Netz von österreichischen Kreditinstituten in Deutschland. Als neue Region komme Sachsen hinzu, sagte Gasselsberger. Die Präsenz in Baden-Württemberg wird verstärkt. “Ulm hat uns Appetit auf mehr gemacht.” Dort ist die Oberbank, die ihren Hauptsitz in Linz hat, seit zwei Jahren. Auf längere Sicht sollen es in Baden-Württemberg acht bis zehn Filialen sein. In Hessen gibt es bisher eine Niederlassung in Darmstadt. Auch dort sollen neue hinzukommen. Schwerpunkt der Oberbank hierzulande ist Bayern. Zudem ist sie in Thüringen präsent. 40 Prozent höhere DividendeDank des Stellenabbaus anderer Banken in Deutschland sei schnell gutes Personal für die neuen Filialen mit jeweils rund fünf Mitarbeitern zu finden, berichtete Gasselsberger. Überall gebe es das gesamte Angebot, einschließlich des Firmenkundengeschäfts. Damit erklärte der Vorstandschef die relativ hohen Erträge und daraus folgend die niedrige Kosten-Ertrags-Quote (siehe Tabelle).Die Kreditausfälle seien 2017 so niedrig wie nie gewesen. Den Anstieg des Zinsergebnisses um fast 8 % begründete er mit den höheren Margen von strukturierten Finanzierungen im Firmenkundengeschäft, etwa für Akquisitionen. Zudem habe sich das Leasinggeschäft gut entwickelt. Die Dividende soll von 65 auf 90 Cent je Aktie steigen. In seinem Ausblick sagte Gasselsberger, es wäre ein Erfolg, 2018 das starke Ergebnis des Vorjahres zu wiederholen.