Pfandbriefbank gibt der Vorsicht den Vorrang
Pfandbriefbank gibt der Vorsicht den Vorrang
jh München – Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) blickt selbstbewusst, aber mit Vorsicht in das nächste Jahr. “Die Effekte, die das Jahr 2017 begünstigt haben, können wir für das Jahr 2018 nicht als gegeben annehmen”, sagte Vorstandsvorsitzender Andreas Arndt. “Wir werden daher für 2018, insbesondere mit Blick auf die Risikokosten, wieder konservativ planen.” Die Zurückhaltung des Vorstands ist zwar nicht neu, setzte aber am Montag den Aktienkurs der PBB unter Druck. Dieser gab um 3 % auf 12,64 Euro nach. Damit bleibt seit Jahresanfang ein Plus von rund 40 %.In diesem Jahr profitiert die Bank von gesunkenen Kosten für die Refinanzierung und einer weiterhin niedrigen Risikovorsorge. In den ersten neun Monaten bildete die PBB dafür per saldo Rückstellungen von lediglich 2 Mill. Euro. Kalkuliert hatte der Vorstand zunächst mit 25 Mill. bis 30 Mill. Euro. Die Prognose für das nächste Jahr kündigte er für Anfang März an – ebenso den Vorschlag für die Dividende. Arndt sagte, er rechne mit einer relativ stabilen Entwicklung. “Wir sind wohlgemut angesichts der Stärken im Zinsbereich.”Der Vorstandsvorsitzende betonte, es gebe vermutlich nicht viele Immobilienfinanzierer, die ihr Portfolio vergrößerten und gleichzeitig das Nettoergebnis steigerten. “Darauf sind wir stolz”, sagte er. Das Neugeschäft nahm in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 6,9 (i.V. 6,3) Mrd. Euro zu. Die durchschnittliche Bruttomarge sank zwar wegen des harten Wettbewerbs auf rund 1,6 (1,7) %. Aber die Pfandbriefbank sei in der bezaubernden Situation, dass die Nettomarge dank einer günstigeren Refinanzierung steige. Diese Marge beziffert die Bank nicht. Dass das Ergebnis trotzdem sank (siehe Tabelle), liegt an dem im Vorjahr erzielten Sonderertrag. Aus der Einigung mit der Auffanggesellschaft der Hypo Alpe Adria, Heta, waren 132 Mill. Euro an die PBB geflossen.Die Prognose für das Ergebnis vor Steuern in diesem Jahr erhöhte die Bank vor kurzem auf 195 Mill. bis 200 Mill. Euro (vgl. BZ vom 3. November). Daraus ergeben sich für das vierte Quartal 41 Mill. bis 46 Mill. Euro. Dass dies unter dem Vorjahreswert liegen wird, begründete Arndt unter anderem mit weiter steigenden Kosten wegen der rechtlichen Vorgaben.