Rationale Goldgräber
Rationale Goldgräber
Die Bitcoin steigt und steigt – und die Warnungen vor einer massiven Überbewertung, einer Blase also, nehmen zu. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin rät ebenfalls von der bekannten digitalen Währung als Investitionsobjekt ab. Angefacht durch überwiegend positive Medienberichte habe sich eine “Goldgräberstimmung” breitgemacht, kritisiert Exekutivdirektorin Elisabeth Roegele. Es käme tatsächlich einem Wunder gleich, würden nicht einige der Währungen massiv an Wert verlieren und in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Auch ein Einbruch der Bitcoin, die derzeit heftig um die Marke von 10 000 Dollar schwankt, dürfte noch folgen. Irrational ist der Kauf digitaler Währungen aber nicht unbedingt, schließlich könnte auch ein vernünftiger Mensch zu dem Ergebnis kommen, dass der Wert bis zum Einbruch noch steigt, es sich also um ein ungemein riskantes, aber zugleich chancenreiches Anlageobjekt handelt. Die Freiheit als Goldgräber kann die deutsche Finanzaufsicht den Verbrauchern auch nicht nehmen. Sie belässt es daher bei einer deutlich wahrnehmbaren Warnung. So ist es angemessen. jsc