Schweizer Großbanken teilen ihre Dividenden auf
Schweizer Großbanken teilen ihre Dividenden auf
dz Zürich – Die Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse haben die schon vor Wochenfrist ergangene Aufforderung der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) doch noch beherzigt und nach einigem Zögern wenigstens die Hälfte der für Ende April geplanten Ausschüttung auf das Schlussquartal verschoben. Man wolle später nicht sagen müssen, das ausgeschüttete Geld hätte man noch gut gebrauchen können, hatte Finma-Chef Mark Branson seinen Wink mit dem Zaunpfahl begründet.Während die Credit Suisse das Ersuchen der Finma “als einen umsichtigen und verantwortungsbewussten Schritt zum Kapitalschutz” wertet, windet die UBS der Behörde kein Kränzchen. Die in der am Gründonnerstag verbreiteten Medienmitteilung gewählten Formulierungen lassen eher auf das Gegenteil schließen. So schreibt die größte Schweizer Bank trotzig: “Wir haben entschieden, der Forderung der Finma Folge zu leisten, obwohl es die starke Kapital- , Liquiditäts- und Finanzierungsposition von UBS erlaubt, ihre Kunden und die Wirtschaft zu unterstützen und gleichzeitig die Dividende in voller Höhe auszuzahlen.” Zwar will auch die Credit Suisse nach eigener Beurteilung in der Lage sein, den ursprünglich unterbreiteten Dividendenantrag tragen zu können. Doch der Bank fällt es offenbar weniger schwer, auf die vielen, in ganz Europa “ähnlichen Entscheidungen unserer Mitbewerber” einzuschwenken.Beide Banken wollen die Gewinnausschüttung für das vergangene Jahr nun in zwei Schritten vornehmen. Über die eine Hälfte der ursprünglich geplanten Dividende sollen die Aktionäre auf ihren ordentlichen, diesmal virtuellen Hauptversammlungen vom 29. bzw. 30. April entscheiden. Die andere Hälfte soll auf einem außerordentlichen Aktionärstreffen im Schlussquartal dieses Jahres zur Ausschüttung beschlossen werden. Im Fall der UBS geht es um insgesamt rund 2,7 Mrd. sfr, bei der Credit Suisse lediglich um 670 Mill. sfr. “Materieller Schritt”Die Finma begrüßt den “materiellen Schritt” der Banken, unterlässt es aber nicht, die dafür offensichtlich mühselige Überzeugungsarbeit herauszustreichen: Der Schritt sei erfolgt, “nachdem die Finma die Verwaltungsräte beider Banken schriftlich um die Wiedererwägung ihrer Ausschüttungspläne ersucht hatte”.