Sparkasse Hanau setzt auf Baufinanzierungsgeschäft

Hohe Nachfrage nach Wohnungen

Sparkasse Hanau setzt auf Baufinanzierungsgeschäft

fir Frankfurt – Die Sparkasse Hanau hat das Betriebsergebnis nach Bewertung im vergangenen Jahr um fast 9 % auf 43,9 Mill. Euro steigern können. Vor Bewertung fiel es mit 44,1 Mill. Euro um bald 2 Mill. Euro niedriger aus als im Vorjahr. Das mit knapp 5 Mrd. Euro Bilanzsumme zu den 60 größten Sparkassen des Landes gehörende Institut vermochte es, Zins- und Provisionsüberschuss weitgehend stabil zu halten, die Verwaltungskosten stiegen leicht.Das operative Geschäft lief rund, wie die Sparkasse mitteilte. Das gilt besonders für das Kreditgeschäft. Ausreichungen an Privat- und Firmenkunden stiegen von 2,89 Mrd. auf 3,12 Mrd. Euro. Ein Großteil des Geschäfts mit Retailkunden stamme aus dem Baufinanzierungsgeschäft. So seien 2019 1 600 Wohnungsbaudarlehen mit einem Volumen von rund 345 Mill. Euro vergeben worden. “Wir profitieren damit von der guten Entwicklung in unserem Geschäftsgebiet, insbesondere von der positiven Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Hanau und im Altkreis Hanau”, wird Ingo Wiedemeier in der Mitteilung zitiert. Der Noch-Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Hanau wird Robert Restani an der Spitze der Frankfurter Sparkasse folgen. Restani hatte im Januar angekündigt, sich aus persönlichen Gründen im Laufe des Jahres 2020 aus dem Institut zurückzuziehen (vgl. BZ vom 23. Januar).Die Sparkasse hat die Vermarktung von 372 sanierten Wohnungen auf dem Gelände der früheren Triangle Housing, einem Wohnareal der US-Armee, übernommen. Fast alle Wohnungen seien verkauft. “Wir erlebten eine Nachfrage, die außergewöhnlich war”, erklärte Wiedemeier. Etwa die Hälfte der Käufer stammte aus der Stadt Hanau, weitere 30 % aus Frankfurt, Offenbach und dem Altkreis Hanau, so der Sparkassenchef.Doch nicht nur die Kreditvergabe sei deutlich gestiegen. So seien 7 100 Girokonten neu eröffnet worden. Das Geldvermögen der Privatkunden, also Spareinlagen und Depotvolumen, legt den Angaben zufolge um 518 Mill. Euro auf rund 4,27 Mrd. Euro zu. Das Wertpapiergeschäft soll weiter ausgebaut werden, hieß es.