Standard Life Aberdeen erwartet "turbulente" Zeiten
Standard Life Aberdeen erwartet "turbulente" Zeiten
hip London – Der Gewinn des Vermögensverwalters Standard Life Aberdeen ist im vergangenen Jahr wegen sinkender Gebühreneinnahmen um ein Zehntel zurückgegangen. Wie der Assetmanager mitteilt, schrumpfte das bereinigte Vorsteuerergebnis auf 584 (i.V. 650) Mill. Pfund.”Der Ausblick 2020 für die Märkte und für unsere Branche ist turbulent”, sagte Chief Executive Keith Skeoch. Die Covid-19-Epidemie sorge für “zusätzliche Komplexität”. In dieser Situation werde man sich auf die Dinge konzentrieren, die man kontrollieren könne – eine Diversifizierung der Einnahmen, Investitionen in die Zukunft und die Aufrechterhaltung der finanziellen Disziplin. “Die Warnung vor turbulenten Zeiten könnte sich als Understatement erweisen”, schrieb Nicholas Hyett, Analyst bei Hargreaves Lansdown, in einer ersten Einschätzung. Insgesamt seien die Zahlen für das vergangene Jahr besser als am Markt erwartet ausgefallen. Wenn es der Gruppe aber schon in guten Zeiten zu schaffen mache, Kunden zum Bleiben zu bewegen, sei sie für einen Abschwung nicht gut aufgestellt.Tatsächlich schwollen die Nettoabflüsse auf 58,4 (40,9) Mrd. Pfund an. Darin ist allerdings ein Abfluss von 41 Mrd. Pfund enthalten, der auf den Verlust eines Mandats der Lloyds Banking Group zurückgeht. Das Flaggschiffprodukt GARS (Global Absolute Return Strategies) verzeichnete “trotz der wesentlichen Verbesserung der Investmentperformance” Abflüsse von 10,6 (16,7) Mrd. Pfund, heißt es in der Pflichtveröffentlichung zu den Zahlen.