Steuer lastet auf American Express
Steuer lastet auf American Express
dpa-afx New York – Der US-Kreditkartenkonzern American Express rechnet wegen einer hohen Einmalbelastung durch die Steuerreform mit einem Verlust im vierten Quartal. Das jüngst von US-Präsident Donald Trump unterzeichnete Gesetz dürfte sich zwar langfristig positiv auswirken, zunächst aber zu Sonderkosten von etwa 2,4 Mrd. Dollar führen, teilte der Visa-Rivale mit. Es handele sich jedoch nur um eine vorläufige Schätzung.American Express begründete den Negativeffekt vor allem mit Abgaben, die künftig auf im Ausland gehaltenes Vermögen erhoben werden. Viele US-Firmen haben in großem Stil Gewinne außerhalb der Landesgrenzen geparkt, um den Unternehmensteuern von 35 % zu entgehen, die bislang in den USA galten. Nach Trumps Reform, die den allgemeinen Steuersatz für Konzerne auf 21 % senkt, sollen auf diese Auslandsvermögen zwischen 8 und 15,5 % fällig werden.Die neuen Regeln kommen den Unternehmen zwar entgegen, können jedoch zunächst zu hohen Abschreibungen führen. Hierbei geht es aber nur um buchhalterische Einmaleffekte, die das laufende Geschäft nicht beeinflussen. Bislang blieben im Ausland gehortete Gewinne weitgehend vom US-Fiskus verschont.