Ubi Banca reagiert abwartend auf das Übernahmeangebot
Ubi Banca reagiert abwartend auf das Übernahmeangebot
bl Mailand – Abwartend, aber nicht grundsätzlich ablehnend hat der Verwaltungsrat der Ubi Banca auf das Übernahmeangebot der Intesa Sanpaolo reagiert. Nach einer Verwaltungsratssitzung teilte das Institut mit, man habe die Offerte zur Kenntnis genommen und werde sie mit Hilfe von Beratern prüfen. Zunächst aber müsse ein offizielles Angebot vorliegen, das Intesa Sanpaolo der Börsenaufsicht Consob bis spätestens 7. März vorlegen muss.CEO Victor Massiah schrieb in einem Brief an die Mitarbeiter, der Fusionsvorschlag sei nicht mit dem Verwaltungsrat und Management von Ubi Banca abgestimmt gewesen. Es handle sich um einen Vorschlag, von dem man kurzfristig erfahren habe, und es sei zu früh, sich dazu zu äußern. Verwaltungsratsmitglied Ferruccio Dardanello bezeichnete die Offerte als Überraschung.Entscheidend ist die Haltung der Aktionäre, von denen einige, darunter die Stiftung der Sparkasse von Cuneo, die Stiftung der Banca del Monte di Lombardia sowie diverse Familien, in einem Aktionärspakt zusammengeschlossen sind, der 17,8 % der Anteile kontrolliert. Den Großteil der Aktien halten internationale Investoren. Giandomenico Genta, Präsident der Stiftung der Sparkasse von Cuneo, erklärte, man werde die Konsequenzen der Offerte und die möglichen Szenarien mit großer Aufmerksamkeit prüfen.Unterdessen bekräftige Unicredit-CEO Jean Pierre Mustier, sein Institut habe keinerlei Interesse an einer Fusion oder Übernahme, “und wir werden uns nicht in eine Transaktion hineinziehen lassen”. Der Fokus von Unicredit liege weiterhin auf der Weiterentwicklung von Dienstleistungen und Produkten und der Stärkung der Kundenbasis.