UBS überprüft Negativzinspolitik
UBS überprüft Negativzinspolitik
Bloomberg Zürich – Angesichts der Belastungen durch die Strafzins-Politik der Notenbanken erwägt die UBS, negative Zinsen an eine größere Gruppe von Kunden weiterzureichen, wie in informierten Kreisen zu erfahren ist. Waren bislang nur Klienten mit Einlagen von 2 Mill. sfr und mehr betroffen, könnte diese Schwelle nun sinken.Der bisherige Schwellenwert entspricht jenem des Wettbewerbers Credit Suisse, ist im Branchenvergleich aber relativ hoch. Die Schweizerische Postfinance etwa verlangt schon für Einlagen von mehr als 250 000 sfr Strafzinsen. Einige deutsche Retail-Banken bitten Kunden bereits ab 100 000 Euro zur Kasse.Die UBS ließ per E-Mail wissen, sie beabsichtige weiterhin nicht, Negativzinsen an Kleinsparer oder Kleinunternehmen weiterzugeben. Die aktuellen Entwicklungen würden von der Bank indessen genau verfolgt. Kunden werde generell geraten, Alternativen zu Bankguthaben ins Auge zu fassen, hieß es am Freitag.UBS-Finanzchef Kirt Gardner hatte Analysten im Januar in einer Telefonkonferenz gesagt, die Bank erwäge Gebühren für Einlagenkunden, die diese Veränderungen nicht vornehmen wollten. An Details werde gearbeitet, und mit einer Ankündigung sei im ersten Quartal zu rechnen.