Unicredit will in Mittel- und Osteuropa wachsen
Unicredit will in Mittel- und Osteuropa wachsen
tkb Mailand – Die HVB-Mutter Unicredit will in Mittel- und Osteuropa (CEE) expandieren, vor allem in der Vermögensverwaltung, und in die Digitalisierung investieren. Der für den CEE-Markt verantwortliche Unicredit-Manager Carlo Vivaldi erklärte auf einer Veranstaltung, dass Impulse auch von den EU-Fonds für die CEE-Region erwartet werden. 2017 sei für einen Großteil der CEE-Länder das beste Wachstumsjahr seit 2010 gewesen. 2018/19 werde ein durchschnittliches Wachstum von 3 % pro Jahr in der Region erwartet.Die Ausleihungen nehmen derzeit in jenen Ländern stärker zu, die in den vergangenen Jahre weniger gewachsen sind, wie etwa Ungarn, Slowenien und Serbien.Faule Kredite sollen 2018 weiter abgebaut werden, die Profitabilität sich auf dem Niveau von 2017 (1,3 %) stabilisieren. Die notleidenden Risikopositionen (Non-Performing Exposures, NPE) haben sich in den ersten neun Monaten in der CEE-Region von 10,3 auf 8,9 % verbessert.Unicredit erwirtschaftet mit 1 000 Filialen in elf mittel- und osteuropäischen Ländern ein Viertel aller Erträge. Der Geschäftsplan “Transform” sieht bis 2019 rund 2,6 Millionen Kunden vor. Der Anteil der “Digitalkunden” soll von derzeit 44 auf 51,5 % Ende 2019 zunehmen. Gleichzeitig soll der Anteil der Kunden, die mobiles Banking benutzen, von 28 auf 47 % wachsen.Im Unternehmensgeschäft will Unicredit vor alle auf internationale, grenzüberschreitende Kunden setzen, die innovative Dienstleistungen benötigen. Bis Ende 2019 soll die Zahl dieser Kunden im CEE-Raum um 2 000 auf 28 000 zunehmen. In der Region sind derzeit 6 400 italienische Unternehmen präsent – 17 % mehr als 2009. 4 800 dieser Unternehmen sind Unicredit-Kunden. Sie sind Unternehmensangaben zufolge vor allem in Polen und Rumänien aktiv, gefolgt von Russland, Kroatien, Serbien und Ungarn.