Volksbankenfusion im Saarland
Volksbankenfusion im Saarland
ski Frankfurt – Die Vereinigte Volksbank mit Sitz in Sulzbach/Saar und die Volksbank Westliche Saar plus aus Saarlouis wollen fusionieren. Damit schließen sich die – gemessen an der Bilanzsumme – Nummern 221 und 258 unter den 970 genossenschaftlichen Primärbanken zu einem Haus mit einer Bilanzsumme von knapp 2 Mrd. Euro und einem betreuten Kundenvolumen von mehr als 4 Mrd. Euro zusammen.Es gehe um die Fusion zweier kerngesunder Banken, die in den vergangenen Jahren stets überdurchschnittliche Ergebnisse erzielten, betonen die Partner. Man gehe diesen Schritt, den die Aufsichtsräte beider Häuser bereits einstimmig gebilligt hätten, aus einer Position der Stärke und auf Augenhöhe. Die beiden Banken, die in ihrer heutigen Form erst vor wenigen Jahren aus früheren Fusionen entstanden sind, zählen zusammen rund 140 000 Kunden und 60 000 Mitglieder sowie 500 Beschäftigte in 43 personenbesetzten Filialen. Hinzu kommen 24 Selbstbedienungsstandorte.Die Mitglieder sollen im Herbst über die Fusion entscheiden. Begründet wird diese mit der EZB-Zinspolitik, die die Ertragslage gerade von Retailbanken enorm belaste, überbordender Regulatorik, der Digitalisierung und verschärftem Wettbewerb. Gemeinsam steigere man zudem die Leistungsfähigkeit für die Kunden weiter. Der Vorstand des fusionierten Hauses soll aus Mathias Beers, derzeit Chef der Vereinigten Volksbank, als Vorsitzendem und seinem Kollegen Edgar Soester von der Volksbank Westliche Saar plus als Vize sowie Uli Starck und Manfred Ziegler bestehen. Beers und Ziegler scheiden 2020 altersbedingt aus.