Von Fusionen und Fusionsanläufen
Von Fusionen und Fusionsanläufen
Geburtstage über Geburtstage: 200 Jahre Friedrich Wilhelm Raiffeisen (am 30. März), 70 Jahre Hans-Joachim Tonnellier (gestern), davon 37 Jahre in den Diensten der Frankfurter Volksbank. Die hatte als einen von zwei Laudatoren für die Feier im Kronberger Schlosshotel jemanden gewonnen, den mit dem Jubilar unter anderem das Thema Fusionen verbindet: Wolfgang Kirsch, den Chef der DZ Bank. Beide unterscheiden sich indes in der Zahl der Zusammenschlüsse. Tonnellier brachte es in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender “geräuschlos und auf Augenhöhe” mit den Partnern, wie Kirsch dessen Fusionsphilosophie umschrieb, auf 14. So viele regionale Zentralbanken – vor 100 Jahren nahezu fünf Dutzend – gab es schon lange nicht mehr, dass Kirsch auch nur in die Nähe dieser Zahl hätte kommen können. Für ihn steht (bisher) nur eine zu Buche, dafür aber die Jahrhundertfusion mit der WGZ Bank. Er schien dennoch ein wenig neidisch zu sein, musste er doch dazu mehrere Probeanläufe nehmen, die dem langjährigen Volksbank-Chef weitestgehend erspart geblieben seien.ski