WERTBERICHTIGT

Warten auf die Identifikation

Börsen-Zeitung, 10.4.2018 Ein Thema, das Ende 2017 für Aufsehen gesorgt hat, ist fast von der Bildfläche verschwunden: Die Identifikationspflicht für Emittenten sowie Marktteilnehmer, die auf regulierten Plattformen handeln und die nach neuer...

Warten auf die Identifikation

Ein Thema, das Ende 2017 für Aufsehen gesorgt hat, ist fast von der Bildfläche verschwunden: Die Identifikationspflicht für Emittenten sowie Marktteilnehmer, die auf regulierten Plattformen handeln und die nach neuer Regulierung einen Identifizierungscode, den LEI (Legal Entity Identifier) brauchen. Die Europäische Marktaufsicht ESMA hatte kurz vor Weihnachten noch eine Übergangsfrist gewährt: Wer nachweisen kann, dass er sich um einen LEI kümmert, darf vorerst weiter handeln. Und Instrumente von Emittenten außerhalb der EU müssen erst ab Juli einen LEI vorweisen. Laut der Global LEI Foundation sind bisher 1,2 Millionen Identifikationscodes vergeben worden – darunter 124 000 von WM Daten, die zur Herausgebergemeinschaft Wertpapier-Mitteilungen gehört, welche auch die Börsen-Zeitung herausgibt. Ersichtlich daraus wird aber nicht, wie viele der außereuropäischen Instrumente schon eine LEI haben. Erstaunliche 15,7 % aller LEI sind zudem schon wieder abgelaufen. Es deutet einiges darauf hin, dass sich die Marktteilnehmer bald wieder mit dem ungeliebten Thema befassen müssen.dm