WERTBERICHTIGT

Wirecard auf Deeskalationskurs

Börsen-Zeitung, 18.2.2020 Im Schlagabtausch mit der "Financial Times" lässt der von Wirecard platzen gelassene Anhörungstermin zum Auftakt eines Gerichtsprozesses aufhorchen. Offenbar ist der Zahlungsabwickler in der juristischen Auseinandersetzung...

Wirecard auf Deeskalationskurs

Im Schlagabtausch mit der “Financial Times” lässt der von Wirecard platzen gelassene Anhörungstermin zum Auftakt eines Gerichtsprozesses aufhorchen. Offenbar ist der Zahlungsabwickler in der juristischen Auseinandersetzung auf Deeskalation eingeschwenkt. Dieser Schritt passt zur Ankündigung des neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Thomas Eichelmann, den Streit zu “befrieden”, nachdem Vorstandschef Markus Braun die britische Tageszeitung wegen Berichten, das Dax-Unternehmen schöne die Bilanzen, verklagt hatte. Doch statt in der Causa auf dem Wege eines Verfahrens für Aufklärung gesorgt zu haben, wachsen bei Wirecard die Kosten für Anwälte in zweistelliger Millionenhöhe. Vermutlich setzt sich in der Konzernverwaltung die Einsicht durch, sich mit dem Verfahren auf einem Holzweg zu befinden, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Besser eignen sich dafür das erwartete Resultat der in Auftrag gegebenen Bilanzsonderprüfung von KPMG und das künftige Ergebnis der Staatsanwaltschaft München, die in dem Fall aufgrund des Verdachts auf Marktmanipulation ermittelt.sck